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1.4.2026

azubi.report 2025/26: Praktika eröffnen Perspektiven

Grafik zum azubi.report 2025/26

Der aktuelle azubi.report 2025/26 zeigt: Die Berufswahl ist komplexer denn je. Praktika schaffen echte Orientierung und gehören zu den stärksten Hebeln gelingender Berufsorientierung.

Warum frühe Einblicke über berufliche Zukunft entscheiden

Die Berufswahl ist für junge Menschen mehr als eine organisatorische Frage – sie ist eine Weichenstellung für das eigene Leben. Gleichzeitig war Orientierung selten so anspruchsvoll wie heute. Über 320 anerkannte Ausbildungsberufe, neue Studiengänge, digitale Informationsflut, gesellschaftliche Unsicherheiten und technologische Umbrüche prägen die Entscheidungsphase. Der azubi.report 2025/26 von Ausbildung.de zeigt deutlich: Vielen Jugendlichen fehlt nicht der Wille zur Entscheidung, sondern die Klarheit, auf welcher Grundlage sie diese treffen sollen. Genau hier entfalten Praktika ihre besondere Bedeutung:

  • Sie übersetzen abstrakte Berufsbilder in konkrete Erfahrungen.
  • Sie machen aus Unsicherheit eine informierte Einschätzung.
  • Sie sind – das zeigen die Daten – einer der stärksten Hebel für gelingende Berufsorientierung.

Zwischen Vielfalt und Verunsicherung

Die Auswahl ist groß, die Entscheidung möglichst früh zu treffen. Laut azubi.report 2025/26 geben 44 Prozent der befragten Auszubildenden an, dass es ihnen schwerfiel, sich vorzustellen, wie ihre Zukunft in einem bestimmten Beruf aussehen könnte:

  • 42 Prozent hatten Schwierigkeiten, ihre eigenen Wünsche, Stärken und Talente zu erkennen.
  • 39 Prozent fanden es herausfordernd, überhaupt einen Beruf zu finden, der ihnen gefällt.
  • 34 Prozent konnten ihre Talente nur schwer einem konkreten Beruf zuordnen.

Kein Selbstläufer: der Orientierungsprozess

Diese Zahlen zeigen: Der Orientierungsprozess ist kein Selbstläufer. Er erfordert Selbstreflexion, Informationen, Austausch – und vor allem reale Einblicke. Jugendliche stehen vor Fragen, die sich nicht allein durch Online-Recherche beantworten lassen. Wie fühlt sich der Arbeitsalltag an? Welche Dynamik herrscht im Team? Welche Verantwortung trage ich wirklich? Welche Perspektiven eröffnen sich nach der Ausbildung?

Gerade in technisch-naturwissenschaftlichen oder handwerklichen Berufen fehlt häufig ein realistisches Bild vom Berufsalltag. Ohne persönliche Erfahrung bleiben Unsicherheiten bestehen – und Entscheidungen werden vertagt oder vorschnell getroffen.

Berufsorientierung beginnt am besten früh

Ein Blick in die Daten zeigt: Wer frühzeitig Berührungspunkte mit Berufen hat, entscheidet später souveräner. Mehr als die Hälfte der befragten Auszubildenden kannte ihren heutigen Ausbildungsberuf bereits seit einigen Jahren, 24 Prozent sogar seit ihrer Kindheit.

Aktives Erleben, Optionen entdecken

Das unterstreicht die Bedeutung früher Impulse. Positive Erfahrungen, erste Begegnungen oder praktische Einblicke können nachhaltige Wirkung entfalten. Initiativen wie der Girls'Day setzen genau hier an. Sie ermöglichen es Mädchen, technische, digitale oder handwerkliche Berufe nicht nur theoretisch kennenzulernen, sondern aktiv zu erleben. Aus einem diffusen "Vielleicht" wird ein greifbares "Das könnte zu mir passen".

Frühe Orientierung bedeutet dabei nicht Festlegung, sondern Erweiterung. Sie schafft Optionen – und genau das ist in einer komplexen Arbeitswelt entscheidend.

Praktika als Schlüsselmoment der Entscheidung

Der azubi.report 2025/26 macht die Bedeutung praktischer Erfahrungen besonders deutlich:

  • 55 Prozent der Auszubildenden haben ihren Ausbildungsberuf durch ein Praktikum kennengelernt.
  • Für 53 Prozent war dieses Praktikum "sehr hilfreich" bei der Entscheidung.
  • Weitere 36 Prozent bewerten es als "hilfreich".

Das macht das Praktikum – neben einer authentischen Onlinepräsenz über die eigene Karriereseite oder Ausbildungsportale – zu einem sehr wirkungsvollen Instrument in der Berufsorientierung.

Was kann ein Praktikum leisten?

Ein Praktikum steht in seiner Relevanz nahezu gleichauf mit dem persönlichen Umfeld – allen voran die Eltern. Warum ist das so?

Ein Praktikum schafft Erfahrungswissen. Es vermittelt nicht nur Fakten, sondern Eindrücke. Jugendliche erleben Arbeitsprozesse in Echtzeit, beobachten Teamstrukturen, testen eigene Fähigkeiten und erhalten unmittelbares Feedback. Sie können prüfen, ob ihre Erwartungen realistisch sind – und ob sie sich in diesem Umfeld langfristig wohlfühlen.

Diese Erfahrung wirkt in beide Richtungen. Ein positives Praktikum stärkt den Berufswunsch und gibt Sicherheit. Ein weniger passendes Praktikum verhindert spätere Fehlentscheidungen. Auch das ist ein Gewinn an Orientierung.

Fehlende Passung als Risiko

Dass realistische Vorstellungen entscheidend sind, zeigt der Blick auf Ausbildungsabbrüche. 26 Prozent der Auszubildenden haben laut azubi.report 2025/26 bereits darüber nachgedacht, ihre Ausbildung abzubrechen. 19 Prozent befinden sich nicht in ihrer ersten Ausbildung – und von diesen haben 44 Prozent zuvor eine Ausbildung abgebrochen.

Zu den häufigsten Gründen zählen:

  • Aufgaben machen keinen Spaß (27 Prozent),
  • der Beruf entspricht nicht den ursprünglichen Vorstellungen (26 Prozent),
  • schlechte Zukunftsperspektiven (25 Prozent).

Frustrationsprävention: Praktika

Diese Gründe weisen auf ein strukturelles Problem hin: Erwartung und Realität passen nicht zusammen. Wenn Jugendliche erst während der Ausbildung feststellen, dass Aufgaben oder Rahmenbedingungen nicht ihren Vorstellungen entsprechen, entstehen Frustration und Zweifel.

Praktika wirken hier präventiv. Sie ermöglichen einen ehrlichen Realitätscheck. Je genauer Jugendliche vor Ausbildungsbeginn wissen, was sie erwartet, desto stabiler ist ihre Entscheidung. Für Unternehmen bedeutet das: Praktika sind keine freiwillige Zusatzleistung, sondern strategisches Instrument der Fachkräftesicherung.

Sicherheit als zentrales Motiv

Die Generation Z trifft ihre Berufsentscheidungen vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Unsicherheiten. Der Wunsch nach Stabilität ist deutlich ausgeprägt. 75 Prozent der Auszubildenden wünschen sich einen sicheren Arbeitsplatz.

Junge Menschen suchen Perspektiven

Sicherheit wird zu einem zentralen Entscheidungskriterium. Jugendliche suchen keine kurzfristigen Trends, sondern tragfähige Perspektiven. Doch Sicherheit entsteht nicht allein durch Versprechen. Sie entsteht durch nachvollziehbare Einblicke.

Ein Praktikum vermittelt genau diese Planbarkeit. Wer erlebt, wie Arbeitsabläufe strukturiert sind, welche Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen und welche Entwicklungsschritte möglich sind, kann die eigene Zukunft realistischer einschätzen. Sicherheit wird greifbar.

Girls'Day als strategischer Impuls

Die Ergebnisse des azubi.reports unterstreichen die Relevanz von Formaten wie dem Girls'Day. Ein einzelner Praxistag kann entscheidende Impulse setzen. Er ermöglicht Begegnungen, baut Berührungsängste ab und erweitert das Spektrum denkbarer Optionen.

Motivationsimpuls: echtes Erleben

Für Unternehmen bedeutet das: Der Girls'Day ist mehr als ein Imageformat. Er ist ein Instrument nachhaltiger Nachwuchsgewinnung. Wer früh authentische Einblicke bietet, stärkt nicht nur die Vielfalt in technischen Berufen, sondern erhöht auch die Wahrscheinlichkeit späterer Bewerbungen.

Berufsorientierung ist ein Prozess. Der Girls'Day kann ein zentraler Meilenstein darin sein – als erster Kontaktpunkt, als Perspektiverweiterung, als Motivationsimpuls.

Orientierung als Fachkräftestrategie

Der azubi.report 2025/26 macht deutlich: Fehlende Orientierung ist kein individuelles Problem, sondern ein strukturelles Risiko. Sie führt zu Unsicherheit, Fehlentscheidungen und Ausbildungsabbrüchen. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass praktische Erfahrungen wie Praktika zu den wirksamsten Instrumenten zählen, um Orientierung zu schaffen.

Praktika: Baustein moderner Berufsorientierung

Wer Jugendlichen früh reale Einblicke ermöglicht, investiert in Stabilität. Unternehmen, Schulen und Initiativen tragen hier gemeinsam Verantwortung. Praktika sind dabei kein "Nice-to-have", sondern Kernbestandteil moderner Berufsorientierung.

Gerade in Zeiten technologischen Wandels, in denen sich Berufsbilder weiterentwickeln und neue Anforderungen entstehen, brauchen junge Menschen Erfahrungsräume. Sie müssen erleben, dass sie in einem Beruf erfolgreich sein können. Sie müssen sehen, dass Entwicklung möglich ist. Und sie müssen spüren, dass sie gebraucht werden.

Fazit: Perspektiven entstehen durch Erfahrung

Ausbildung ist für viele junge Menschen ein Stabilitätsanker in unsicheren Zeiten. Doch dieser Anker braucht Orientierung als Fundament. Der azubi.report 2025/26 zeigt eindrucksvoll, wie groß der Bedarf an Klarheit ist – und wie stark Praktika zur Entscheidungsfindung beitragen.

Praktika machen Berufe greifbar. Sie schaffen realistische Erwartungen. Sie stärken Selbstvertrauen. Und sie verhindern Fehlentscheidungen. Für Initiativen wie den Girls'Day bedeutet das: Jeder praktische Einblick zählt. Denn wer früh Perspektiven eröffnet, gestaltet langfristig Berufswege – und sichert die Fachkräfte von morgen.

Quelle: azubi.report 2025/26