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"Vielfalt tut nicht nur auf den Äckern und Wiesen gut"

Silvia Rutschmann, Bio-Hof Gasswies

Porträt von Silvia Rutschmann

Wie sieht eigentlich der Arbeitsalltag einer Landwirtin aus? Viele Schülerinnen haben davon nur eine vage Vorstellung. Gerade einmal 22 Prozent der Auszubildenden in der Landwirtschaft sind Frauen. Das möchte das Netzwerk der Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau ändern. Die knapp 300 Netzwerk-Betriebe wurden vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ausgesucht, um der Bevölkerung den Ökolandbau vor Ort näherzubringen.

2024 nutzten am Girls'Day 168 Schülerinnen die Chance, auf einem der Betriebe verschiedene Berufe kennenzulernen. Hof Gasswies in Baden-Württemberg macht auch in diesem Jahr wieder beim Girls'Day mit. Schülerinnen sind eingeladen, einen Tag auf dem Bio-Bauernhof zu erleben und mitanzupacken. Wieso es wichtig ist, Schülerinnen für Berufe in der Landwirtschaft zu begeistern, erklärt Silvia Rutschmann vom Bio-Hof Gasswies. Sie ist unter anderem für die Öffentlichkeitsarbeit und Vermarktung im Betrieb verantwortlich.

Girls'Day: Was wollen Sie mit dem Girls'Day erreichen? 

Silvia Rutschmann: Für uns alle ist es essenziell, dass sich künftig viele gut ausgebildete junge Menschen den Herausforderungen einer umwelt- und tiergerechten, sozialen Landwirtschaft, die dem Klimawandel trotzt, annehmen. Wir brauchen junge Landwirtinnen und Landwirte, die den Ökolandbau voranbringen. Also gilt es die Landwirtschaft wieder an die Menschen heranzubringen, Einblicke zu gewähren und Nutztiere, Acker und Wiese erlebbar zu machen, damit sich Menschen für die Branche begeistern. Am Girls'Day können junge Mädchen ganz ungezwungen in Kontakt zu Höfen und den Mitarbeitenden treten. 

Warum ist der Girls'Day wichtig? 

Vielfalt tut nicht nur auf den Äckern und Wiesen gut. Bauernhöfe profitieren davon, wenn in gemischten Teams gearbeitet wird. Die Jungen, Alten, Frauen, Männer, Menschen mit und ohne Handicap, sie alle bereichern die Höfe mit ihren Perspektiven, Kompetenzen, Erfahrungen, Wünschen und Idealen und sie machen Landwirtschaft bunt, verankern sie in ihrem Umfeld. Frauen bereichern mit ihrem Blickwinkel einen Hof ungemein, sie sind aber in der Praxis leider deutlich unterrepräsentiert. Und wer weibliche Entscheiderinnen auf den Höfen sucht, der findet oft keine. Der Girls'Day trägt dazu bei, traditionelle Geschlechterklischees in der Berufswelt aufzubrechen. Dadurch sollen Mädchen früh erkennen, dass sie in jedem Bereich erfolgreich sein können. 

Warum wird Ihrer Meinung nach immer noch zwischen "Frauen- und Männerberufen" unterschieden? 

Jungen und Mädchen wurden und werden oft unterschiedlich erzogen und ermutigt, bestimmte Interessen zu entwickeln. Das beeinflusst bis heute die Berufswahl. In den letzten Jahrzehnten tragen gesellschaftlicher Wandel, Gleichstellungsmaßnahmen und ein verändertes Rollenbild dazu bei, dass die klassischen "Männer- und Frauenberufe" langsam verschwinden. Gerade in der Landwirtschaft hat der technische Fortschritt die Geschlechtergrenzen bei den körperlich anstrengenden Aufgaben aufgehoben. Entscheidend ist doch, dass jeder Mensch unabhängig vom Geschlecht den Beruf wählen kann, der den eigenen Stärken und Interessen entspricht – und dass er die Möglichkeit hat, in diesem Beruf auch eine Führungsrolle zu übernehmen. 

Welchen Ratschlag haben Sie für junge Mädchen? 

Folge deinem Herzen und trau dich, deinen eigenen Weg zu gehen. Bleib neugierig und lernbereit, denn Bildung und moderne Technik machen das Leben leichter. Packe an, denn harte Arbeit bringt Stolz und Unabhängigkeit!