Girls’Day startet im Bundeskanzleramt: Schülerinnen entdecken KI und digitale Zukunftsberufe
Schnell noch ein Selfie mit dem Bundeskanzler
Foto: D21 | Tobias KochAm Stand der Bundesdruckerei lässt sich Bundeskanzler Merz zeigen, wie aus einem einfachen Papierbogen ein fertiges Druckprodukt entsteht.
Foto: D21 | Tobias KochRoboter im Einsatz: Die Girls'Day-Teilnehmerinnen lernen am Stand von Pfeiffer @ Langen die digitale Landwirtschaft der Zukunft.
Foto: D21 | Tobias KochBei HiSolutions schlüpfen die Schülerinnen in die Rolle von IT-Sicherheitsberaterinnen und prüfen in einer Simulation industrielle Systeme auf Schwachstellen – ein praxisnaher Einblick in Cybersecurity-Berufe.
Foto: D21 | Tobias KochKI auf der Rennbahn: Wie kann Künstliche Intelligenz einen autonom fahrenden Rennwagen unterstützen?
Foto: D21 | Tobias KochWie funktioniert das denn nun? Eine Girls'Day-Teilnehmerin gibt Antworten
Foto: D21 | Tobias Koch
Das ist auch wichtig für Krankenhäuser: Am Stand von Fsas Technologies zeigt eine Girls'Day-Teilnehmerin dem Bundeskanzler, wie eine KI trainiert wird.
Foto: D21 | Anika NowakAm 22. April 2026 fiel im Bundeskanzleramt der Startschuss für den Girls’Day 2026. 20 Schülerinnen aus Berlin erkundeten gemeinsam mit dem Bundeskanzler und der Initiative D21 einen interaktiven MINT-Parcours und erhielten Einblicke in Zukunftsberufe rund um KI, Technik und Digitalisierung.
Seit über 20 Jahren eröffnet der amtierende Bundeskanzler oder die amtierende Bundeskanzlerin gemeinsam mit der Initiative D21 den Girls’Day. Damit wird die Bedeutung des Aktionstags unterstrichen, der Mädchen ermutigt, ihre beruflichen Möglichkeiten jenseits klassischer Rollenbilder zu entdecken und neue Wege in MINT-Berufe zu gehen.
Im Mittelpunkt des Auftaktprogramms stand ein interaktiver Parcours, an dem fünf Mitgliedsorganisationen der Initiative D21 praxisnahe Einblicke in unterschiedliche MINT-Berufe gaben. Die Schülerinnen konnten dabei selbst ausprobieren, Fragen stellen und Technik unmittelbar erleben.
Bei der Bundesdruckerei erfuhren die Schülerinnen, wie aus einem einfachen Papierbogen ein fertiges Druckprodukt entsteht. Dabei lernten sie den Ausbildungsberuf der Medientechnologin Druck kennen – ein modernes Handwerk, das technisches Know-how mit digitaler Steuerung verbindet.
Fsas Technologies, ein Unternehmen der Fujitsu-Gruppe, vermittelte Grundlagen der Künstlichen Intelligenz. Die Teilnehmerinnen setzten sich damit auseinander, wie KI-Systeme trainiert werden, warum sie Fehler machen können und welche Rolle Fairness und Verantwortung bei der Entwicklung spielen.
Am Stand von HiSolutions schlüpften die Schülerinnen in die Rolle von IT-Sicherheitsberaterinnen. In einer Simulation analysierten sie eine industrielle Anlage auf Schwachstellen und erhielten so einen praxisnahen Einblick in die Welt der Cybersecurity.
IBM machte Künstliche Intelligenz spielerisch erlebbar: Mithilfe eines autonom gesteuerten Fahrzeugs auf einer Rennbahn konnten die Teilnehmerinnen nachvollziehen, wie KI durch Daten und Sensorik lernt und Entscheidungen optimiert. Dabei wurden verschiedene Berufsbilder wie Data Scientist oder Softwareentwicklerin greifbar.
Pfeifer & Langen schließlich zeigte, wie digitale Technologien auch in der Landwirtschaft eine zentrale Rolle spielen. Die Schülerinnen lernten ein neues Berufsbild kennen: die landwirtschaftliche Creative Generalistin, die mithilfe von Datenanalyse, KI und digitalen Modellen nachhaltige Entscheidungen für die Landwirtschaft der Zukunft trifft.
Ein besonderer Moment war die anschließende Gesprächsrunde mit dem Bundeskanzler, in der die Schülerinnen Fragen zu seinem persönlichen Werdegang und zu Zukunftsthemen stellten. Auf die Frage, welche MINT-Berufe künftig besonders wichtig seien, betonte der Bundeskanzler insbesondere Ingenieurberufe in unterschiedlichen Fachrichtungen sowie die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz. Gleichzeitig appellierte er daran, jungen Menschen nicht nur akademische Wege, sondern auch berufliche Ausbildungswege stärker in den Blick zu nehmen. Entscheidend sei, Vorurteile in der Gesellschaft und im Elternhaus abzubauen und Kinder bei ihrer Berufswahl nach Begabung und Interesse – nicht nach Geschlecht – zu unterstützen.