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Mädchen für die Landwirtschaft begeistern

Am bundesweiten Girls Day organisierte die Landwirtschaftskammer in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz auf dem Hubertushof in Illingen- Welschbach einen Aktionstag für interessierte Mädchen, die einmal einen tiefen Einblick in die Landwirtschaft bekommen wollten. Der Landwirtschaftsmeister Hans-Peter Meiser führte durch seinen Familienbetrieb, wo er neben den Schwerpunkten Milchvieh, Rinderaufzucht, Getreidebau, Ackerfutterbau, Grünland auch eine Pensionspferdehaltung betreibt.

Es hatten sich vier Mädchen angemeldet, diesen Tag zu erleben und den Beruf Landwirt näher kennenzulernen. Die Mädchen beteiligten sich an den Stallarbeiten und interessierten sich auch für Technik und Traktoren. Der Höhepunkt des Tages war das Melken der 70 Milchkühe und das Tränken der Kälber. Diese Arbeit wurde von den Mädchen begeistert mit „das Beste kommt zum Schluss“ kommentiert. Umweltminister Jost besuchte die Veranstaltung und unterstützte die Mädchen tatkräftig beim Einstreuen der Kälberboxen. Mit seiner Anwesenheit hat er die Wichtigkeit der landwirtschaftlichen Produktion im Saarland unterstrichen und aktiv für Nachwuchs für den Beruf des Landwirtes geworben.

Die Landwirtschaftskammer informierte die Girls Day-Teilnehmerinnen über die Ausbildung und die Weiterbildungsmöglichkeiten dieses abwechslungsreichen Berufes. Im Saarland lernen zurzeit 27 junge Männer den Beruf Landwirt, aber nur 6 Frauen haben diese Ausbildung gewählt. 60 landwirtschaftliche Betriebe sind derzeit als Ausbildungsbetriebe anerkannt, die bisher auch gute Erfahrungen mit weiblichen Auszubildenden gemacht haben. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual im Betrieb und der Berufsschule organisiert. Die saarländischen Auszubildenden besuchen die Fachklassen der Berufsschule in Saarbrücken am TGBBZ II.

Besonders Motivierte mit Mittlerer Reife können während der Ausbildung parallel die Fachoberschule besuchen und dann nach 3 Jahren die Fachhochschulreife erlangen. Weiterhin stehen jungen Menschen mit Hochschulzugang ausbildungsintegrierte Bachelorstudiengänge, wie Agrarwirtschaft oder Agrarmanagement offen, beispielsweise an der Fachhochschule in Bingen.

Präsident Schreiner bedankte sich bei Familie Meiser vom Hubertushof, dass sie Ihren Betrieb zur Verfügung gestellt und die Mädchen beim Arbeiten angeleitet haben. Unterstützt wurde der Betriebsleiter Hans-Peter Meiser an diesem Tag von seinem Sohn Eric, der ausgebildeter Landwirt ist sowie dem Auszubildenden Jakob.

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