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Dominoeffekt bei Bewerberinnen

Porträt von Gerd Doser

Das Unternehmen Continental Automotive GmbH in Villingen-Schwenningen beteiligt sich seit 2004 am Girls'Day. Seitdem konnten schon vier Girls'Day Teilnehmerinnen bei Continental eine Ausbildung beginnen. Der Ausbildungsleiter Gerd Doser erwartet auch in Zukunft steigende Bewerberzahlen von jungen Frauen. Er sieht den Girls'Day als die ideale Plattform, um technische Berufe und deren Zukunftsmöglichkeiten vorzustellen und Begeisterung bei Mädchen zu wecken.

Girls'Day: Herr Doser, was hat bei Ihnen das Interesse geweckt, den Girls'Day – Mädchen-Zukunftstag zu veranstalten?
Gerd Doser: Bei uns am Standort Villingen hat sich das Angebot für Ausbildungsplätze im technischen Bereich in den letzten Jahren erhöht. Aufgrund der zurückgehenden Bewerberzahlen und besonders wegen der geringen Anzahl von weiblichen Bewerberinnen, sahen wir uns veranlasst, am Girls'Day teilzunehmen.

Wie groß war die Veranstaltung, die Sie organisiert haben? Haben Sie Ihr Angebot auf eine bestimmte Altersgruppe abgestimmt? Wie alt waren die Mädchen und welche Schulform haben sie besucht?
Im Jahr 2009 besuchten 30 Mädchen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren den Mädchen-Zukunftstag bei uns. Die Hälfte der Teilnehmerinnen waren Töchter von Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Die restlichen Mädchen kamen aus unseren Kooperationsschulen. Die Veranstaltung war für alle Schularten offen.

Wie haben Sie Ihr Angebot gestaltet? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?
Nach einem Betriebsrundgang und einer anschließenden Vorstellung der Ausbildungsberufe bei Continental, stellten die Mädchen einen elektronischen Würfel her. Der gefertigte Würfel konnte nach Herstellung mit nach Hause genommen werden. Auffallend war das große Interesse mit dem die Aufgaben erledigt wurden und zwar bei allen Altersstufen. Die Teilnehmerinnen wurden an den einzelnen Stationen von Auszubildenden betreut.

Wer war an den Vorbereitungen zum Girls'Day in Ihrem Betrieb/Ihrer Einrichtung beteiligt und ab wann haben Sie mit der Organisation angefangen?
Dieser Tag wurde von der Ausbildung organisiert und durchgeführt. Die Vorbereitung begann ca. vier Wochen vor der Veranstaltung.

Wie haben die Mädchen von Ihrem Angebot erfahren? War es eine offene oder geschlossene Veranstaltung? Gab es eine Zusammenarbeit mit den Schulen?
Es war eine geschlossene Veranstaltung. Betriebsintern haben wir 15 Plätze bereitgestellt. Die restlichen Plätze wurden an die Kooperationsschulen vergeben.

Haben Sie sich an einem regionalen Arbeitskreis des Girls'Day beteiligt oder mit einem regionalen Arbeitskreis zusammengearbeitet?
Nein, wir organisieren den Girls'Day selbst.

War es ein erfolgreicher Tag für Sie? Hatte der Girls'Day "Nachwirkungen"?
Das positive Feedback der Mädchen nach diesem Tag bestärkt uns, diese Veranstaltung auch im nächsten Jahr wieder durchzuführen.

Haben Sie aufgrund des Girls'Day junge Frauen für technische Ausbildungen einstellen können? Welche Impulse bringt das für Ihren Betrieb?
Ja, bisher konnten wir 4 Mädchen einstellen, die am Girls'Day teilgenommen haben. Aufgrund der Tatsache, dass bei uns wieder mehr Mädchen in der Ausbildung sind, erwarte ich einen Dominoeffekt und in Zukunft noch weitere weibliche Bewerberinnen.

Haben Sie schon mehrmals den Girls'Day organisiert? Gab es Unterschiede zwischen dem aktuellen Girls'Day und dem vorjährigen?
Dieses Jahr haben wir zum sechsten Mal den Girls'Day durchgeführt. Unterschiede gab es in der Anzahl der Bewerberinnen. Bei der letzen Veranstaltung war die Nachfrage höher als das Angebot.

Warum sollte es einen Girls'Day geben?
Den jungen Mädchen fehlt oft eine konkrete Vorstellung von technischen Berufen. Am Girls'Day haben wir eine ideale Plattform, um unsere Berufe und deren Zukunftsmöglichkeiten vorzustellen und somit eine mögliche Begeisterung bei den Mädchen zu wecken.

Lieber Herr Doser, vielen Dank für das Gespräch.

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