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Der Girls'Day dient als Initialzündung

Porträt von Fred Fey

Die Robert Bosch GmbH in Homburg beteiligt sich schon seit fünf Jahren am Girls'Day und sieht es als eine wichtige Aufgabe, mehr Frauen für technische Berufe zu gewinnen. Der Frauenanteil in der Robert Bosch GmbH ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Ausbildungskoordinator Fred Fey sieht diesen Tag als Chance für Mädchen sich für Technik zu begeistern, Technik zu erleben und selbst ausprobieren zu können.

Girls'Day: Herr Fey, was hat bei Ihnen das Interesse geweckt, den Girls'Day – Mädchen-Zukunftstag zu veranstalten?
Fred Fey: Technik ist schon lange nicht mehr nur Männersache. Jedoch möchten sich viele Leute bzw. Unternehmen noch nicht darauf einlassen. Der Girls'Day bietet eine Chance für Mädchen, Technik zu "erleben" und auch selbst auszuprobieren.

Wie groß war die Veranstaltung, die Sie organisiert haben? Haben Sie Ihr Angebot auf eine bestimmte Altersgruppe abgestimmt? Wie alt waren die Mädchen und welche Schulform haben sie besucht?
Die Veranstaltung ist offen für alle Schulformen und Mädchen im Alter von 12 bis 15 Jahren. Alleine am Standort Homburg hatten 60 Mädchen die Gelegenheit unser Unternehmen und die technischen Berufe kennenzulernen.

Wie haben Sie Ihr Angebot gestaltet? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?
Wir bieten den Mädchen an diesem Tag eine erlebnisreiche Rallye durch das Homburger Werk, praktische Übungen in unserer Ausbildungsabteilung und ein spannendes Quiz rund um unsere Ausbildungsangebote.

Wer war an den Vorbereitungen zum Girls'Day in Ihrem Betrieb beteiligt und ab wann haben Sie mit der Organisation angefangen?
Ein Ausbilder hat mit seiner Ausbildungsgruppe den Tag vorbereitet. Unsere weiblichen Auszubildenden waren als Patinnen für jeweils eine Gruppe von 12 Teilnehmerinnen zuständig und haben die Betriebsrallye organisiert sowie das praktische Projekt begleitet.

Wie haben die Mädchen von Ihrem Angebot erfahren? Gab es eine Zusammenarbeit mit den Schulen?
50 Schulen in unserem Einzugsgebiet wurden angeschrieben und zu unserem Mädchen-Zukunftstag eingeladen. Zusätzlich wurde das Angebot im Internet beworben.

Haben Sie sich an einem regionalen Arbeitskreis des Girls'Day beteiligt oder mit einem regionalen Arbeitskreis zusammengearbeitet?
Unsere Aktion wurde mit dem regionalen Arbeitskreis der Stadt Homburg abgestimmt.

War es ein erfolgreicher Tag für Sie? Hatte der Girls'Day "Nachwirkungen"?
Am Anfang der Veranstaltung konnten sich nur wenige Mädchen die Ausbildung in einem technischen Beruf vorstellen, wohingegen am Ende des Tages das Bild genau umgekehrt war. Für die überwiegende Mehrheit war danach die Entscheidung für einen technischen Beruf eine absolute Alternative oder wurde sogar Erstwunsch.

Haben Sie aufgrund des Girls'Day junge Frauen für technische Ausbildungen einstellen können? Welche Impulse bringt das für Ihren Betrieb?
Der Girls'Day ist eine der Maßnahmen für unseren Betrieb, um unseren Frauenanteil zu erhöhen. Das Sozialverhalten in den Ausbildungsgruppen hat sich so auch zum Positiven verändert.

Wie hoch ist der Anteil von Frauen in technischen Berufen in Ihrem Unternehmen?
Der Frauenanteil ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Lag er in der technischen Ausbildung noch vor ein paar Jahren bei 7%, so haben wir heute 25% erreicht.

Haben Sie schon mehrmals den Girls'Day organisiert? Gab es Unterschiede zwischen dem aktuellen Girls'Day und dem vorjährigen?
Wir beteiligen uns bereits seit fünf Jahren regelmäßig am Girls'Day. Seitdem wurden die Auszubildenden noch stärker in die Vorbereitung und Umsetzung des Girls'Days mit eingebunden.

Warum sollte es einen Girls'Day geben?
Viele Mädchen wagen es nicht, sich auf das Abenteuer "Technik" einzulassen. Der Girls'Day dient oft als Initialzündung, nach der die Teilnehmerinnen es wagen, in die vermeintliche "Männerwelt" vorzudringen.

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