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Das technische Potenzial "herauskitzeln"

Die Volkmer Messing- und Edelstahl-Manufaktur nimmt seit einigen Jahren regelmäßig am Girls’Day teil, um Mädchen das Berufsbild des Metallbildners näherzubringen. Bei der Bearbeitung eines eigenen Werkstückes können die Mädchen ihr handwerkliches Geschick entdecken. Ein Interview mit Melanie Volkmer (Personal- und Rechnungswesen) und Melanie Kovacs (Metallbildner-Gesellin).

Girls'Day: Was hat bei Ihnen das Interesse geweckt, sich am Girls'Day – Mädchen-Zukunftstag zu beteiligen?
Melanier Volkmer: Unser Interesse liegt darin, dass Berufsbild des Metallbildners bekannter zu machen und gleichzeitig auch das Potenzial der Mädchen zu entdecken.

Wie lange beteiligen Sie sich schon am Girls'Day? Welche Erfahrungen haben Sie im Laufe der Jahre gemacht?
Seit ca. 5-8 Jahren beteiligen wir uns am Girls'Day. Es ist immer wieder sehr aufregend, die Mädels in gewisse Techniken einzuweisen. Erst sind die Schülerinnen sehr skeptisch und hinterher glücklich und stolz auf Arbeiten, die sie selbst gefertigt und mit nach Hause genommen haben.

Haben Sie Ihr Angebot auf eine bestimmte Altersgruppe abgestimmt? Welche Schulform haben die Mädchen besucht?
In den letzten 3 Jahren hatten wir Schülerinnen der 8. Jahrgangsklasse aus unterschiedlichen Schulformen. Dieses Jahr eine Gymnasiastin, die ihre Anfahrt zu unserem Unternehmen selbst organisiert hatte, aber aufgrund des Lokführer-Streiks vom Vater gebracht wurde. Hier betrug die Anfahrt 30 km.

Wer ist an den Vorbereitungen zum Girls'Day bei Ihnen beteiligt und wer betreut die Mädchen am Girls'Day?
Die Vorbereitung zum Girls'Day sowie die Betreuung der Schülerinnen übernimmt unsere Metallbildner-Gesellin Frau Melanie Kovacs. Sie ist angehende Metallbildner-Meisterin und bindet die Schülerinnen mit in den Firmentagesablauf ein.

Was bieten Sie den Mädchen am Girls'Day genau an? Wie gestalten Sie den Mädchen-Zukunftstag?
Melanie Kovacs: Ich versuche ihnen einen Einblick in den Berufsalltag einer Metallbildnerin zu geben. Ich zeige ihnen die Firma, weise sie auf den Arbeitsschutz hin und erkläre warum dieser so wichtig ist. Sie dürfen an diesem Tag bei uns in der Werkstatt ein kleines persönliches Werkstück erarbeiten und anschließend mit nach Hause nehmen. Dieses Jahr haben wir einfache Sägearbeiten durchgeführt, zusammen gebohrt, das Material gebogen und es anschließend brüniert. Trotz der ungewohnt anstrengenden Arbeiten, war unsere Schülerin stolz am Ende des Tages eine selbst erarbeitende Messing Rose in der Hand zu halten und eine Erinnerung an diesen Tag mit nach Hause nehmen zu können.

Wie erfahren die Mädchen von Ihrem Angebot?
Melanier Volkmer: Wir haben unser Angebot im Girls'Day Radar eingetragen. Aufmerksam geworden auf die Girls'Day-Internetseite und die Möglichkeit unser Angebot dort zu präsentieren, sind wir durch Frau Goos von der HWK Münster.

Welches Feedback gibt es von den Mädchen nach dem Girls'Day?
Feedback kann man nur durch eine Aufbereitung direkt mit den Schülerinnen starten, dieses wurde bislang noch nicht für unser Unternehmen erarbeitet.

Warum lohnt sich eine Teilnahme am Girls'Day – sowohl für Betriebe als auch für die Mädchen?
Warum sich der Girls'Day für uns lohnt! Die Mädels bekommen ein gesteigertes Selbstwertgefühl im Umgang mit Technik. Dieses Gefühl den Mädels zu ermöglichen und das Potenzial „herauszukitzeln“ macht uns als Unternehmen glücklich. Es entsteht eine Win-Win Situation. Wir können über den Girls'Day eventuell neue Auszubildende gewinnen oder als Metallbildner – Unternehmen über eine Vernetzung von vielen Institutionen unseren Bekanntheitsgrad für das Gewinnen von Mitarbeitern ausspielen.

Haben Sie einen Tipp für ein Unternehmen/eine Institution, das/die sich erstmalig am Girls’Day beteiligt?
Kitzeln Sie das technische Potenzial aus den Mädels heraus. :)

Frau Volkmer, Frau Kovacs, herzlichen Dank für das Interview!

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