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Technische Produktdesignerin

Du hast Spaß am Berechnen von Längen und Flächen, Volumen und Masse? Dann könnte der Beruf der technischen Produktdesignerin etwas für dich sein. Wenn du zudem die geometrischen Gesetzmäßigkeiten beherrscht und Freude an Werken und Technik perfekt. Denn bevor ein neues Produkt gefertigt werden kann, müssen z. B. dreidimensionale Ansichten des B ...
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Du hast Spaß am Berechnen von Längen und Flächen, Volumen und Masse? Dann könnte der Beruf der technischen Produktdesignerin etwas für dich sein. Wenn du zudem die geometrischen Gesetzmäßigkeiten beherrscht und Freude an Werken und Technik perfekt. Denn bevor ein neues Produkt gefertigt werden kann, müssen z. B. dreidimensionale Ansichten des Bauteils, Skizzen, Entwürfe und Konstruktionsunterlagen angefertigt werden. Methoden und Fertigkeiten des technischen Zeichnens sind deshalb in der Ausbildung gefragt.

Berechnend: Belastbarkeit und Flexibiltät

Aber auch Physik und Informationstechnik spielen in den Beruf der Technischen Produktdesignerin eine entscheidene Rolle: Um die Belastbarkeit und Flexibilität von Baugruppen oder Einzelteilen  richtig einzuschätzen, musst du deren Materialeigenschaften kennen. In Konstruktions- und Entwicklungsabteilungen wird komplexe CAD-Software eingesetzt. Grundlagenkenntnisse am Computer sind daher hilfreich. Außerdem wird meist eine Präsentation erstellt, die zur Vorstellung des zu entwickelnden Produktes dient.

Kosten kalkulieren

Auch die Wirtschaftlichkeit spielt bei der Arbeit einer Produktdesignerin eine wichtige Rolle: Denn schließllich müssen die Kosten für Entwicklung, Fertigung und Material eines neuen Produkts zu kalkuliert werden. Betriebswirtschaftliches Wissen aus der Schule kann deshalb nützlich sein.

Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre

Vergütung: Verdienstmöglichkeiten mit Berufserfahrung etwa 2.600 Euro

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Sofia: Von Anfang an mit dabei

Eine Junge Frau sitzt an einem Schreibtisch, hinter hier ein Monitor mit Kontruktionsentwurf.
Sofia (19) hat viermal beim Girls’Day mitgemacht, um schlussendlich den Beruf der Technischen Produktdesignerin für sich zu entdecken. Das Unternehmen Voith, wo sie heute (2014) ihre Ausbildung macht, hat sie auch über den Girls'Day entdeckt. Girls'Day: Wo warst du beim Girls'Day und warum hast du dich für diesen Platz entschieden? Sofia: Ich ...
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Sofia (19) hat viermal beim Girls’Day mitgemacht, um schlussendlich den Beruf der Technischen Produktdesignerin für sich zu entdecken. Das Unternehmen Voith, wo sie heute (2014) ihre Ausbildung macht, hat sie auch über den Girls'Day entdeckt.

Girls'Day: Wo warst du beim Girls'Day und warum hast du dich für diesen Platz entschieden?
Sofia: Ich war insgesamt viermal beim Girls'Day. Ich war bei Zeiss, Hartmann, dem technischen Hilfswerk und bei Voith. Die Firmen/Organisationen befinden sich in meiner nahen Umgebung sind und würden mir von älteren Mädchen empfohlen, die dort schon ihren Girls'Day erlebt hatten.

Wie war dein Girls'Day?
Den Girls'Day bei Voith fand ich sehr interessant. Ich konnte mir den Beruf der Industriemechanikerin, Mechatronikerin, Zerspanungsmechanikerin, Konstruktionsmechanikerin und meinen Ausbildungsberuf der Technischen Produktdesignerin anschauen. In der Industriemechanik durfte ich einen Schraubstock montieren, in der Zerspanung einen Ring drehen und bei den Technischen Produktdesignern ein einfaches Teil am CAD erstellen. Das war besonders interessant. Ich finde, dass der Girls'Day eine sehr gute Chance ist, in typische Männerberufe hinein zu schnuppern. Außerdem kann man den Männern zeigen, dass auch Frauen technisch begabt sein können.

Was hat dich auf die Idee gebracht, dich für die Ausbildung zu entscheiden?
Da mir damals beim Girls'Day die Übungen schon sehr zugesagt haben, lernte ich den Beruf der Technischen Produktdesignerin in einem Praktikum noch besser kennen und habe mich dann auch letzten Endes für diesen Beruf entschieden. Vor dem Girls'Day hatte ich eigentlich noch überhaupt keine Idee, was ich später mal lernen möchte. Doch die verschiedenen Berufe, die ich bei meinen vier Girls'Day Veranstaltungen kennenlernen konnte, erleichterten mir meine Entscheidung, da ich nun wusste, was ich auf keinen Fall machen wollte und was mich interessiert und mir zusprach.

Was macht deinen Beruf interessant?
An meinem Beruf finde ich sehr interessant, dass ich beim Entwicklungsprozess einer Maschine eigentlich von Anfang an dabei bin und mitbekomme, wie unsere Pläne umgesetzt werden und später die Maschine genau so funktioniert, wie ich es mitgeplant habe. Es ist toll,  dass ich in einem Team mitarbeiten und auch meine eigenen Ideen in unsere gemeinsamen Lösungskonzepte miteinbringen kann.

Braucht man besondere Voraussetzungen für den Beruf der technischen Produktdesignerin?
Einen guten Realschulabschluss, räumliches Vorstellungsvermögen, ein gutes mathematisches und physikalisches Verständnis und man sollte auch technisch begabt sein, da man am Anfang der Ausbildung auch einige Wochen in der Werkstatt arbeitet und so Grundkenntnisse in der Fertigung erlernt.

Was wünschst du dir für die Zukunft?
Ich finde es wichtig, dass der Girls'Day allen Mädchen weiterempfohlen wird, um zu zeigen, dass auch technische Berufe sehr interessant sein können. Von meinen Kolleginnen habe ich erfahren, dass sie an keinem Girls'Day teilgenommen haben, da sie entweder zu wenig über diese Aktion wussten oder die Informationen von den Schulen nicht weitergegeben wurden. Ich finde das sehr schade, denn jedes Mädchen sollte die Chance haben, in einen technischen Beruf hinein zu schnuppern um später vielleicht auch mal einen (typischen) Männerberuf zu lernen. Ich wünsche mir, dass der Girls'Day an allen Schulen angeboten wird, damit alle Mädchen die Chance an einer Teilnahme haben und dadurch später mehr Mädchen technische Berufe erlernen wollen. Da eine gute Mischung an Männer und Frauen auch zur positiven Arbeitsatmosphäre beiträgt, wünsche ich mir, dass dies bald in allen Berufen der Fall sein wird. Bei uns zum Beispiel sind in der technischen Berufsausbildung ca. 120 Azubis, davon gerademal 19 Mädchen.

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