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Mikrotechnologin

Frau mit Mundschutz und Schutzkleidung

Jette Müller hat bei der First Sensor Microelectronic Packaging GmbH in Dresden eine Ausbildung zur Mikrotechnologin gemacht und sich für den Schwerpunkt Mikrosystemtechnik entschieden (Bild: First Sensor).

Das Wort "Mikro" kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie "klein". Das ist auch schon ein guter Hinweis auf die Arbeit einer Mikrotechnologin. Denn sie ist dafür zuständig, dass winzig kleine elektronische Bauteile später unseren Alltagsgeräten, Maschinen und Fahrzeugen Spürsinn und Intelligenz einhauchen – zum Beispiel, damit immer kleinere Handys immer mehr Videos und Musik speichern können. Oder damit Autos in Zukunft auch ohne Fahrer durch den Verkehr rollen. 

Als Mikrotechnologin arbeitest du in einem besonders sauberen Arbeitsumfeld, dem sogenannten Reinraum. Sauberkeit wird dort großgeschrieben, denn Arbeitsmaterialien und Produkte dürfen nicht mit Staub oder anderen Partikeln aus der Luft verschmutzt werden. Schließlich sind sie so klein und empfindlich, dass schon ein einziges Haar ausreichen würde, um sie zu beschädigen.

Für die Herstellung von Mikrochips arbeitest du mit Siliziumscheiben. Du beschichtest zum Beispiel ihre Oberfläche und lässt winzige Strukturen auf ihnen entstehen. Oder du bringst hauchzarte Metallkontakte an und fügst verschiedene kleine Bauteile zu einem elektronischen System zusammen. Dazu musst du in der Lage sein, die Maschinen und Produktionsanlagen im Reinraum gewissenhaft zu bedienen. Außerdem führst du Prüfungen und Tests durch, damit die Produkte in ihren Endanwendungen zuverlässig und sicher funktionieren. 

Das solltest du mitbringen ...

Um eine Ausbildung zur Mikrotechnologin zu beginnen, solltest du technisches und naturwissenschaftliches Interesse und die mittlere Reife oder Abitur mitbringen. Vorteile hast du außerdem, wenn du scharfe Augen besitzt und dir der Umgang mit sehr kleinen, empfindlichen Strukturen Spaß macht. Eine große Portion Verantwortungsbewusstsein und Sorgfalt sind auch unerlässlich, denn in einer Reinraumproduktion musst du spezielle Kleidung tragen und besondere Vorschriften befolgen, um die empfindlichen Produkte nicht zu verschmutzen.

Ausbildungsinhalte

Während deiner Ausbildung kannst du dich zwischen zwei Schwerpunkten entscheiden, um dein Wissen in dem jeweiligen Bereich zu vertiefen. Wählen kannst du zwischen Halbleitertechnik und Mikrosystemtechnik: Bei der Halbleitertechnik konzentrierst du dich auf die technische Herstellung der Mikrochips. Du bearbeitest Siliziumscheiben und lässt durch chemische und physikalische Vorgänge Strukturen auf ihnen entstehen, aus denen Mikrochips werden.

Wählst du Mikrosystemtechnik als Schwerpunkt, dann beschäftigst du dich damit, wie du die so gefertigten Bauelemente zu einem funktionierenden System zusammenbaust. Dazu gehört unter anderem, dass du lernst, wie man Mikrosysteme durch Bestücken, Löten, Bonden und Versiegeln herstellt und wie man ihre Funktionalität testet. Am Ende entstehen auf diese Weise zum Beispiel Sensoren, die später den Airbag im Auto auslösen oder die Satelliten durch das Weltall lenken.

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung: Je nach Einsatzgebiet sind beispielsweise Verdienste zwischen 1.800 und 2.500 Euro brutto möglich.

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