Beratung

Wie können wir helfen?

Telefon

0521.106 7357 (Mo – Fr von 9 – 16 Uhr)

E-Mail

info@girls-day.de

Mediathek

Infofilme und Screencasts

Login

Nur für Unternehmen und Arbeitskreise

Bitte melden Sie sich an:

Passwort vergessen?

"Mein Tag als kleine Glücksbringerin"

Leni: "#girlsdaypower – für mich ist der Girls'Day eine Möglichkeit für Mädchen, einen Einblick in Männerberufe zu bekommen. So kann man auch beweisen, dass man als Mädchen zu vielen Sachen fähig ist, die man nicht von einem erwartet. Zum Beispiel habe ich selten von einer weiblichen Person gehört, die Dachdecker, Pilot oder Tischler ist. Wie man schon sieht, ist die öfter benutzte Form der Berufe männlich. Früher durften Frauen ja gar keine Berufe haben, was auch der Grund ist, warum der Girls'Day existiert. Bei den Begriffen Bürgermeisterin, Direktorin, Boxerin, Feuerwehrfrau oder Automechanikerin runzeln viele Menschen die Stirn. Doch auch der Schornsteinfeger ist ein zu 89% männlicher Beruf.

Das war ein noch größerer Ansporn für mich, mir diesen Beruf mal näher anzuschauen. Doch wie ich bald erfuhr, muss man beim Beruf Schornsteinfeger nicht nur auf Dächer steigen. An meinem Tag als kleine Glücksbringerin habe ich Wohnungen von verschiedenen Bürgerinnen und Bürgern besucht, und zwar mussten wir nach allen Heizungen, Kaminen etc. schauen und sie prüfen, dass sie nicht zu viel CO2 ausstoßen, da das unsichtbare und tödliche Gas einen sehr schnell umfallen lässt.

Jetzt gibt's Action! Ab auf die Dächer! Der Teil auf dem Hausdach ist natürlich besonders spaßig, wenn man keine Höhenangst hat. Der schwierigste Teil war doch tatsächlich das Hochkommen, da die Leitern oft etwas wackelig waren, geschweige denn von der Größe des Fensters. Und selbst dieser Teil war einfach. Dann musste man nur noch irgendwo Halt finden, und schon konnte der Spaß losgehen! Oben ist man nicht gesichert, was aber auch nicht nötig ist, solange man nicht wie wild herumtanzt. Es gab meist drei bis sechs Trittgitter, auf denen man problemlos stehen und laufen konnte, ohne abzurutschen. Den Schornstein haben wir aber nicht gefegt, da die Gefahr, abzurutschen etwas höher war. Kaum waren wir oben, haben Leute auf uns gezeigt! Übrigens trugen wir keine Kluft mit Zylinder oder so. Einfach etwas Schwarzes hat schon gereicht. Bei dem einen Dach war es unten etwas verstopft. Als wir dann in den Keller gingen, um die Ursache zu finden, fanden wir ein unbewohntes Bienennest im Schornstein! Was es denn alles gibt!

Was auch interessant ist, ist, dass man als Schornsteinfegerin auf verschiedene Haushalte und Persönlichkeiten stößt. Der Schornsteinfeger Nico Roth traf auch mal auf die Mutter eines berühmten Schauspielers und auf einen Fußballer der Eintracht! Natürlich gibt es aber auch andere Berufe, in denen man so etwas erleben kann. Das Treffen von anderen Personen ist aber auch nicht der Hauptgrund, Schornsteinfegerin zu sein. Jedenfalls nicht für mich. Was meine Stärken betrifft, haben die nichts mit denen eines Schornsteinfegers zu tun. Noch nicht ...! Ich kann sehr gut Texte und Geschichten schreiben und spiele außerdem Klavier und Geige. Ich komme auch sehr gut mit Tieren und kleinen Kindern klar. Mit Zahlen hab ich's nicht so, und wenn ich dann mal zielstrebig bin, dann in Bereichen, die mich auch interessieren. Aber der Beruf Schornsteinfegerin könnte tatsächlich was für mich sein. Ich bin sehr gespannt, wie sich das entwickelt!"