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Olga studiert Elektro- und Informationstechnik

Olga_ Studentin der Elektro- und Informationstechnik

Der Girls'Day an der Hochschule Aschaffenburg bot ihr einen Einblick in die Programmierung mit anschaulichen und verständlichen Beispielen. So wurde ihr klar, dass Elektro- und Informationswissenschaft das ideale Studium für sie ist.

Olga, Sie haben 2004 an der Hochschule Aschaffenburg am Girls’ Day teilgenommen. Wie haben Sie diesen Tag erlebt?
Der Girls’Day war sehr interessant für mich, da wir uns mit der Programmierung kleiner Roboter beschäftigten und diese über den Computer steuern konnten. Ich war erstaunt darüber wie exakt Befehle, die über den Computer eingegeben wurden, von den Robotern ausgeführt wurden. Außerdem habe ich an diesem Tag zum ersten Mal eine Infrarotschnittstelle an einem Computer gesehen.

Hatte der Girls’Day Auswirkungen auf Ihre spätere Studienentscheidung?
Auf jeden Fall hat der Girls’ Day dazu beigetragen, dass ich mich für Elektro- und Informationstechnik entschieden habe. Ich hatte vorher nur eine ziemlich abstrakte Vorstellung davon, was es eigentlich bedeutet zu programmieren. Beim Girls’ Day wurde mir an einem ganz konkreten Beispiel gezeigt, wozu so etwas gut ist und was man damit alles machen kann.

Was meinen Sie, warum entscheiden sich so wenig junge Frauen für ein technisches Studium und wie könnte man das ändern?
Ich glaube, dass es damit zusammenhängt, dass Frauen im technischen Bereich als „unbegabt“ gelten. Durch solche Vorurteile wird Einfluss auf die Entwicklung der Interessen ausgeübt. Folglich halten sich Frauen und Mädchen distanziert von Technik. In meinem Semester sind ungefähr 10 Prozent Frauen.

Was könnte helfen, den Frauenanteil in diesen Berufszweigen zu steigern?
Meiner Meinung nach muss das Selbstbewusstsein von Mädchen bezüglich ihrer technischen Fähigkeiten gestärkt werden. Das kann durch ganz einfache Maßnahmen geschehen, beispielsweise, in dem ihnen gezeigt wird, dass sie ebenso gut wie Jungen mit Werkzeugen umgehen und ohne fremde Hilfe eine Glühbirne wechseln können.

Haben Sie schon konkrete Berufspläne?
Ich habe noch keinen konkreten Berufswunsch, finde aber den Bereich Forschung und Entwicklung, zum Beispiel in der Automobilindustrie, sehr interessant. Da ich neben deutsch und englisch auch russisch spreche, kann ich mir gut vorstellen, in internationalen Projekten zu arbeiten.

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