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Juliane: "Mal was anderes ausprobieren"

Juliane_ Werkzeugmechanikerin

Juliane macht eine Ausbildung zur Werkzeugmechanikerin bei der Progress-Werk Oberkirch AG. Technik hatte sie bereits als Wahlfach in der Schule, auf die Idee sich auch beruflich in einem technischen Bereich zu orientieren, kam sie aber erst durch den Girls'Day.

Juliane, Sie sagen, der Girls’Day hat Ihnen die Augen geöffnet, was konkret meinen Sie damit?
In der Schule hatte ich Technik als Wahlfach. Das Fach hat mir Spaß gemacht und ich hatte darin immer gute Noten. Trotzdem habe ich dann eine Praktikum als Floristin gemacht. Erst beim Girls’ Day wurde mir klar, dass ich mich auch für einen technischen Beruf bewerben könnte.

Was finden Sie an Ihrem Beruf interessant?
Ich finde es interessant zu sehen, wie es von einem einfachen Blech zu einem total komplizierten Produktionsteil kommt und wie man dazu die Werkzeuge anfertigen muss. Auch finde ich toll, dass viel im Team gearbeitet wird, da man meistens gemeinsam ein Werkzeug herstellt.

Wie viele Auszubildende gibt es in Ihrem Betrieb und wie viele davon sind Frauen? Gibt es Vorteile/Nachteile?
In meinem Betrieb gibt es 110 Auszubildende, jedoch sind darunter nur sieben Mädchen. Bisher sind mir noch keine Nachteile aufgefallen, aber es wäre schön, wenn sich in Zukunft mehr Mädchen für eine solche Ausbildung entscheiden würden.

Was muss sich Ihrer Meinung nach ändern, damit mehr junge Frauen Berufe in Technik, Naturwissenschaften, IT oder Handwerk wählen?
Es sollte mehr Angebote wie den Girls’ Day geben, so dass sich die Mädchen einen Eindruck verschaffen können. Wichtig ist, dass die Mädchen an solchen Angeboten teilnehmen, bevor sie sich zwischen technischen und pädagogischen Wahlfächern in der Schule entscheiden müssen. Viele Mädchen wissen gar nicht, was man alles unter Technik versteht und so würden sich wahrscheinlich viel mehr Mädchen für ein technisches Wahlfach entscheiden und später vielleicht auch für einen technischen Beruf.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Ich wünsche mir, dass ich meine Ausbildung erfolgreich abschließe und anschließend in eine Abteilung mit interessanten Aufgaben komme. In meinem Betrieb möchte ich mich engagieren. Deshalb bin ich auch jetzt schon im Betriebsrat als Jugend- und Ausbildungsvertretung.

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