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Hinter die Kulissen schauen

Junge Frau am Computer

Über den Girls'Day hat Tanja Kreilinger ihren heutigen Ausbildungsbetrieb kennengelernt: Bei der msg-Systems AG macht sie eine Ausbildung zur Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung. Dabei kann sie täglich "hinter die Kulissen" schauen und verstehen, wie Programme erstellt werden und wie sie funktionieren.

Girls'Day: Wo warst du beim Girls'Day und warum hast du dich für diesen Platz entschieden?
Tanja Kreilinger: Am Girls'Day habe ich meinen jetzigen Ausbildungsbetrieb besucht: Die Geschäftsstelle Passau der msg systems ag. Für mich war es wichtig einen Einblick in ein Unternehmen zu bekommen, das sich auf IT-Berufe spezialisiert hat.

Was hast du du am Girls'Day erlebt? Und was war am interessantesten?
Mein Girls'Day war sehr interessant und hat mir Spaß gemacht. Es wurden die Fachrichtungen Fachinformatiker/-in Anwendungsentwicklung und Systemintegration erklärt. Einige Themen, die mir damals näher gebracht wurden, tauchen jetzt auch in meinem Berufsleben wieder auf, wie beispielsweise Fragen zur Hardware oder einige Programmiersprachen. Es wurden wichtige Themen angesprochen, die in diesem Job eine große Rolle spielen. Für mich war es sehr interessant, einen Einblick in das Berufsleben zu bekommen und zu sehen, was „Fachinformatiker“ wirklich bedeutet.

Und mittlerweile organisierst du selbst den Girls'Day bei der msg systems ag?
Ja, genau. Am Girls'Day 2014 habe ich bereits als Dozentin eines Vortrags teilgenommen, in dem ich das Innenlebens eines PCs vorgestellt habe. Dieses Jahr habe ich den Girls'Day selbst organisiert, mich um die Anmeldungen, den internen Ablauf und meinen eigenen Vortrag gekümmert sowie darauf geachtet, dass alles am Girls'Day glatt lief.

Welchen Vorteil hat es, dass du selbst einmal Girls'Day Teilnehmerin gewesen bist?
Durch meine eigenen Erfahrungen als Teilnehmerin am Girls'Day wusste ich, worauf ich ein besonderes Augenmerk legen sollte. Dadurch konnte ich besser beurteilen, was die Mädchen interessiert und was nicht. Aus diesem Grund haben wir auch einige Änderungen am Ablauf vorgenommen.

Erzählst du den Mädchen auch von deinen eigenen Girls'Day Erfahrungen?
Ja, am Ende der Veranstaltungen tausche ich mich gegenseitig mit den Teilnehmerinnen über den Girls'Day aus, sowohl über ihre Erfahrungen als auch über meine.

Wie findest du den Girls'Day?
Ich finde der Girls’Day ist eine gute Möglichkeit, um die Entscheidung bei der Berufswahl zu erleichtern. Mich hat es in meinem Berufswunsch, Fachinformatikerin zu werden, gestärkt.

Was hat dich auf die Idee gebracht, dich für die Ausbildung zu entscheiden?
Abgesehen vom Girls'Day habe ich mich auch privat mit dem Thema beschäftigt. Freunde haben mir beispielsweise schon vorher einige Programmiersprachen gezeigt.

Hast du dich schon vor dem Girls'Day für diesen Bereich interessiert? Und welche Rolle spielte der Girls'Day bei deiner Berufswahl?
Ich wollte schon bevor ich von dem Girls'Day gehört habe, einen IT-Beruf erlernen, jedoch wusste ich nichts Genaueres über den Beruf. Der Girls'Day gab mir die Chance, sehr viel in kurzer Zeit über meinen Traumberuf zu erfahren. Aus diesem Grund spielte er eine große Rolle, denn nach der Teilnahme war mir klar, dass dies der einzige Beruf ist, der für mich in Frage kommt.

Was findest du an deinem zukünftigen Beruf interessant?
Ich finde es interessant zu sehen, wie es eigentlich "hinter den Kulissen" aussieht. Als Anwender sieht man nur, dass ein Programm funktioniert - für mich ist es aber faszinierender, was ein Programmierer machen muss, um ein Programm zu erstellen.

Was sind die Vor- und Nachteile des Berufes?
Ein Vorteil ist beispielsweise, dass dies ein Beruf mit Zukunft ist. Es gibt auch unzählige Möglichkeiten, angefangen mit den verschiedenen Programmiersprachen bis hin zu den Weiterbildungsmöglichkeiten. Nachteile sind mir bis jetzt noch keine bekannt.

Welche Voraussetzungen muss man nach deiner Einschätzung für den Beruf mitbringen?
Hilfreich sind in diesem Beruf meiner Meinung nach logisches Denken und einige mathematische Kenntnisse. Man sollte auch Spaß daran haben, ein Problem zu lösen und deshalb ist ein gewisses Durchhaltevermögen sehr wichtig. Mir ist zudem aufgefallen, dass eine weitere Voraussetzung ist, ein Teamplayer zu sein. Besonders in meinem Ausbildungsbetrieb wird "Teamarbeit" groß geschrieben.

Welche Aktionen hältst du z.B. in Schulen und Betrieben für sinnvoll, damit mehr junge Frauen einen Beruf in Technik oder Naturwissenschaften wählen?
An Schulen sollten diese Berufe beispielsweise im Informationstechnologie-Unterricht näher gebracht werden. Einige Klassen lernten dort bereits Grundkenntnisse der Programmierung, andere hingegen nicht. Außerdem sollten bei der Vorstellung von Ausbildungsplätzen nicht nur typische Berufe, wie zum Beispiel Bürokauffrau/Kauffrau für Bürokommunikation, vorgestellt werden.

Was wünschst du dir für die Zukunft?
Mein Wunsch für die Zukunft ist vorerst meine Ausbildung erfolgreich abzuschließen. Danach ist es für mich jedoch noch nicht zu Ende. Deshalb möchte ich eine Weiterbildung machen, um beruflich erfolgreich zu sein und auf dem neusten Stand zu bleiben.

Tanja, vielen Dank für das Interview!

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