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Für die Forschung ans Ende der Welt

Eine junge Frau mit Husky im Schnee

Verena in ihrer zwischenzeitlichen Wahlheimat - Spitzbergen - mitten im Schnee.

Dieser Job ist etwas Besonderes. Schon zweimal hat Verena die deutsch-französische Forschungsstation in Ny-Ålesund auf der norwegischen Insel Spitzbergen geleitet. Jetzt ist sie wieder zurück in Bremerhaven.

Geplant war dieser Berufsweg nicht. Verena hat Physik studiert. "Eigentlich nur deshalb, weil mich Physik schon immer interessiert hat und ich dachte, dass Physik eine gute Grundlage ist."

Aber: Die Arktis war Verena schon immer eine Herzensangelegenheit. Vor ihrem Engagement beim Alfred-Wegener-Institut hat Verena Mohaupt für Greenpeace gearbeitet. Gemeinsam mit anderen Umweltschützerinnen und -schützern wollte sie verhindern, dass Großkonzerne im vom Klimawandel bedrohten ewigen Eis weiter nach Ölvorkommen bohren. Dass Verena kurze Zeit später in Sachen Klimawandel in Spitzbergen unterwegs sein wird, hätte sie nicht gedacht. Ob sie genau dieses persönliche Engagement dorthin gebracht hat? "Mein persönliches Engagement hat mir schlussendlich bestimmt zu meinem Job verholfen, aber vorhersehbar war das absolut nicht", sagt Verena.

Der Klimawandel hat sie nach Spitzbergen gebracht. Und ihr Wille. Vorbereitungs-Trainings, drei Monate ohne Sonne, wenig Menschen. So eine Zeit auf der Forschungsstation ist nicht für jeden etwas, aber für die Erforschung des Klimawandels unabdingbar. "Die Region erwärmt sich deutlich schneller als der Rest der Erde", sagt Verena Mohaupt. Das hat seine Auswirkungen. Ein Beispiel ist der Kongsfjord im Westen der Insel Spitzbergen, der noch vor wenigen Jahren im Winter regelmäßig zufror. "Das ist heute anders."

Seit 2014 arbeitet für das Alfred-Wegener-Institut und hat bereits zweimal als Stationsleiterin der deutsch-französischen Forschungsstation AWIPEV (das deutsche AWI und das französische Institut Paul Emil Victor IPEV). In ihrer Zeit in der Forschungsstation in Spitzbergen ging Verena allerdings nicht ihrer eigenen Forschung nach, sondern koordinierte die Station und die 50-60 Forschungsprojekte die dort im Jahr stattfinden. Wer kommt wann, wer braucht was, was ist an logistischem Support notwendig. "Wir waren ein Team von drei Leuten, die das ganze Jahr über vor Ort waren, wenn die Forscherinnen und Forscher für ihre unterschiedlichsten Projekte an die Station gekommen sind." Zu Verenas Aufgaben gehörte unter anderem Forscherinnen und Forscher im Feld als Bootfahrerin oder mit dem Snowscooter zu begleiten, aber auch, den täglichen Wetterballon zu starten.

Hier gibt es Interviews mit Verena: 

www.klimaretter.info
www.zeit.de
www.nw.de

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