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Christine würde in der Biogasanlage am liebsten eine Party feiern

Christine Böhme, Landwirtin

Foto: privat

Das haben wohl die wenigsten Menschen erlebt: Christine stand schon einmal in einer leeren Biogasanlage. "Das wäre ein richtig cooler Partyraum gewesen, wenn es nicht so stickig gewesen wäre", erzählt sie. In der Mitte des runden Raums steht eine Säule und die Decke ist gelb gefärbt von Schwefel. Außen herum führen viele Rohre.

Zum Feiern hat Christine tagsüber allerdings wenig Zeit: Sie macht auf dem Hottenlocher Hof eine Ausbildung zur Landwirtin. Am liebsten ist sie draußen an der frischen Luft und versorgt die Kühe, die auf dem Hof leben. Es gehört aber auch zu ihren Aufgaben, sich um die Biogasanlage zu kümmern.

Dreimal am Tag füllt Christine die Anlage mit Rindergülle und Silage aus Gerste und Kleegras. Daraus wird Biogas und das versorgt den Hof dann mit Strom und Wärme. "Es ist ja schon beeindruckend, wie man aus Gülle und Silage so viel Wärme machen kann", findet Christine.

Besonders spannend war es, als das Rührwerk in der Anlage kaputt ging. Für die Reparatur leerte eine Firma den kompletten Kessel. Christine musste mit dem Hochdruckreiniger die Rohre säubern. Das war eine ziemlich langwierige, dreckige und warme Angelegenheit.

Aber wer Landwirtschaft betreibt, braucht nun einmal viel Energie – und die liefern Biogasanlagen auf sehr nachhaltige Weise. "Ein Problem sehe ich nur bei großen Biogasanlagen, für die riesige Mengen an Mais angebaut werden", sagt Christine. Schließlich könne man die Felder besser nutzen, um Nahrungsmittel anzubauen.

Quelle: serena.thegoodevil.com