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Girls'Day in Äthiopien

Parallel zum deutschen Aktionstag fand 2014 der erste Girls'Day in Äthiopien statt. Er wurde organisiert durch die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und ihre Partner im Programm "Nationale Qualitätsinfrastruktur" (NQI). Eine Reihe von öffentlichen und privaten Prüflabors, das Nationale Metrologieinstitut (National Metrology Institute of Ethiopia, NMIE) und die Universität von Dilla nahmen als engagierte Gastgeber für junge Frauen teil.

Im äthiopischen Kontext kann der Girls'Day dazu beitragen, junge Frauen für technische Berufsfelder zu interessieren. Darüber hinaus muss es ein Ziel sein, sie zu motivieren, motiviert und mit Spaß weiterführende Bildungs- und Ausbildungsgänge zu beschreiten. Noch brechen zu viele junge äthiopische Frauen ihre Qualifikation sehr früh ab, z.B. um im informellen Sektor zu arbeiten. Technische Ausbildungsgänge werden in Zukunft besonders gute Berufsperspektiven bieten.

Der äthiopische Girls'Day konnte mit zwei deutschen Partnern arbeiten: Mit der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) und mit der Hochschule Bonn Rhein-Sieg. Zwischen ihnen und äthiopischen Partnern wurden Videokonferenzen organisiert, um Girls'Day-Gruppen beider Länder zusammenzubringen. Bei der Schaltung zwischen PTB und NMIE standen Experimente im Bereich des Messwesens im Mittelpunkt. Die Hochschule Bonn Rhein-Sieg verknüpfte sich virtuell mit der Universität Dilla, in der südlichen Kaffeeregion des Landes. Dabei ging es um traditionelle und technisch hoch entwickelte Verfahren bei der Kaffeeröstung. Damit konnte verdeutlicht werden, wie sich technische Entwicklungen auch bei einer Produktionskette auswirken, die im äthiopischen Alltag und für die Wirtschaft des Landes eine sehr große Bedeutung hat.