Girls'Day in Thüringen

In Thüringen fand der Girls'Day – Mädchen-Zukunftstag erstmals 2002 statt. Aus der Anfangs kleinen Initiative ist inzwischen ein dauerhaftes Netzwerk regionaler Aktionspartner aus ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen geworden. 

Regionale Arbeitskreise bereiten gemeinsam mit ihren Partnern aus Thüringer Unternehmen, Hochschul- und Forschungseinrichtungen, Medien, Bildungseinrichtungen, Organisationen und Vereinen sowie Institutionen aus Politik und Verwaltung jährlich mit sehr viel Engagement diesen Zukunftstag vor, so dass für die Thüringer Schülerinnen ein interessantes Aktionsangebot zur Verfügung steht.

Unterstützt werden die regionalen Akteure durch eine interministerielle Lenkungsgruppe unter der Leitung der Beauftragten für die Gleichstellung von Frau und Mann beim Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit, Frau Katrin Christ-Eisenwinder. Sie ist auch die Schirmherrin des Thüringer Girls'Day – Mädchen-Zukunftstages.

Schulfreistellung und Versicherung

Das Thüringer Kultusministerium ruft alle Schulen zur Teilnahme am bundesweiten Mädchen-Zukunftstag auf. Dieser Tag soll erneut zur Berufs- und Studienwahlvorbereitung für Mädchen und Jungen genutzt werden. Alle Schulen sind aufgerufen, durch zielgruppenspezifische Ausrichtung und Umsetzung von Veranstaltungen zur Berufs- und Studienwahlvorbereitung einen gewinnbringenden Tag für alle Schülerinnen und Schüler unter Einbeziehung der Angebote beteiligter Unternehmen, Betriebe, Behörden, Hochschulen und weiteren Einrichtungen zu gestalten.

Der Girls'Day – Mädchen-Zukunftstag wird in Thüringen durch das Kultusministerium als schulische Veranstaltung anerkannt. Mädchen und Jungen sind dann über die Schule gesetzlich unfallversichert, wenn sie an diesem Tag an Veranstaltungen zur Berufs- und Lebensplanung teilnehmen, die von der Schule geplant und organisiert wurden. Für Mädchen gilt insbesondere ein zusätzlicher subsidiärer Unfall- und Haftpflichtversicherungsschutz durch die bundesweite Koordinierungsstelle des Girls’Day in Bielefeld, wenn die besuchte Veranstaltung auf der Aktionslandkarte im Internet auf www.girls-day.de eingetragen ist.

Von den Jugendlichen können auch eigenständig Aktionen besucht werden. Dazu muss jedoch vorher eine schriftliche Erklärung der Eltern sowie danach eine Teilnahmebestätigung in der Schule vorgelegt werden, bei welchem Veranstalter der Tag absolviert wurde. Der Girls’Day als jährlicher Aktionstag ist inzwischen durch das Engagement der Lehrerinnen und Lehrer in etwa 70 Prozent der Thüringer Schulen ein etabliertes Instrument in den Schulkonzeptionen zur Berufs- und Studienwahlvorbereitung geworden.