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01.02.2012
Leibniz-Preis für die Mathematikerin Barbara Wohlmuth
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat der 44-jährigen Mathematik-Professorin Barbara Wohlmuth den Leibniz-Preis 2012 zuerkannt, den renommiertesten deutschen Wissenschaftspreis. Barbara Wohlmuth ist Inhaberin des Lehrstuhls für Numerische Mathematik der Technischen Universität München (TUM). Die DFG würdigt damit ihre exzellente Forschungsarbeit im Bereich der Gebietszerlegungsmethoden, einem Schlüssel zur Vereinfachung komplexer, gekoppelter Probleme der Festkörper- und Strömungsmechanik. Die Auszeichnung ist mit 2,5 Millionen Euro für die Forschung dotiert.
Der Preisträgerin gelang es, neue Ansätze zu entwickeln, mit denen unterschiedliche mathematische Modelle und numerische Zerlegungsmethoden so zusammengeführt werden, dass selbst komplexe gekoppelte Prozesse simuliert werden können, die bisher selbst die Möglichkeiten von Supercomputern sprengten.
Das Arbeitsgebiet der Mathematikerin lebt von der Interaktion mit Ingenieurinnen und Ingenieuren, Geowissenschaftlerinnen und Geowissenschaftlern sowie Informatikerinnen und Informatikern. Das Anwendungsspektrum der entwickelten Methoden reicht von Kontaktproblemen in der Strukturmechanik zu Mehrphasensystemen in porösen Medien.
TUM-Präsident Wolfgang A. Herrmann, der Barbara Wohlmuth 2010 an die TUM berufen hatte, gratulierte der Preisträgerin: "Frau Wohlmuth hat beim Transfer mathematischer Modelle in die Ingenieurwissenschaften schon in jungen Jahren Weltgeltung erreicht. Als eine unserer Spitzenwissenschaftlerinnen ist sie darüber hinaus ein brillantes Vorbild für unsere Studentinnen."
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