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02.01.2012
"Haus der kleinen Forscher" zu Besuch in Thailand
Vom 20. bis 27. November 2011 waren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung "Haus der kleinen Forscher" zum offiziellen Besuch in Thailand. Vor zwei Jahren hatte Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn die Idee der Stiftung aus Deutschland ins Königreich importiert. Das deutsche Stiftungsteam wurde eingeladen, um sich vor Ort konstruktiv über den Status quo und die weitere Entwicklung des thailändischen Pendants auszutauschen.
In Thailand gibt es bisher mehr als 3.200 Kindergärten, die bei der Landesinitiative "Little Scientists' House" mitwirken. Es gibt sogar eine eigene Fernsehsendung. Thailand ist nun so weit, alle Kindergärten des Landes einzubinden.
Das Projektteam in Bangkok arbeitet engagiert daran, die Inititiave nach deutschem Vorbild flächendeckend und nachhaltig umzusetzen. Das ist mit Herausforderungen verbunden: Wie kann das pädagogische Konzept der Stiftung in die thailändische Bildungsstruktur eingebunden werden? Wie lässt sich das Erforschen bestimmter Phänomene an landestypische Gegebenheiten anpassen? Eine pädagogische Fachkraft muss nicht selten über vierzig Kinder gleichzeitig betreuen. Und bei manchen Alltagsgegenständen, die man in Deutschland zum Experimentieren einsetzt, muss in Thailand ein Ersatz gefunden werden. "Eine der Pädagoginnen hat dann zum Beispiel unermüdlich nach einer einheimischen Pflanze gesucht, die ähnliche Eigenschaften wie Rotkohl hat", so Peggy Keßner aus dem Akademieteam der Stiftung.
Antje Baier, Peggy Keßner, Melanie Mengel und Dr. Peter Rösner besuchten auf ihrer Reise Kindergärten und Grundschulen in Bangkok und Nan, einer Kleinstadt im Norden Thailands. Sie führten sehr interessante Gespräche mit Verantwortlichen der Initiative "Little Scientists' House" und natürlich mit der Prinzessin, die eine gelungene Umsetzung als ganz persönliche Angelegenheit versteht. Schließlich sollen alle Kinder in Thailand früh einen guten Zugang zu Naturwissenschaften bekommen.
"Wenn Thailand unsere Initiative zum Vorbild genommen hat, dann bedeutet das auch, dass wir im Ausland auf das Bild von Deutschland als attraktiven Bildungsstandort einzahlen", so Dr. Peter Rösner. Die Stiftung wird Thailand gerne bei allen Fragen unterstützen und freut sich über die bisherige Entwicklung im Land. "Wir waren von dem Engagement aller Akteure vor Ort wirklich beeindruckt und sind gespannt auf den weiteren Austausch", so Rösner. Nicht zuletzt hat Thailand allen gezeigt, dass man mit viel Kreativität bei wenigen Mitteln überall Raum zum Forschen bieten kann.