Daten und Fakten

Mecklenburg-Vorpommern in Zahlen

Fläche: 23.189 km², seit dem 4. September 2011 nur noch zwei kreisfreie Städte (Landeshauptstadt Schwerin und Rostock) und 6 Landkreise

Einwohner: 1,64 Mio Menschen Ende 2010, mit einer Bevölkerungsdichte von 71 Einwohner je km² ist Mecklenburg-Vorpommern das am dünnsten besiedelte Bundesland. Industrielle Standorte konzentrieren sich in den Küstenstädten sowie in Schwerin, Neubrandenburg und einigen weiteren Städten

Dominierende Wirtschaftszweige:

Mecklenburg-Vorpommerns sind die Wind- und Solarenergiebranche, die Hafenwirtschaft sowie die Landwirtschaft und die Lebensmittelindustrie. Der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern und die Gesundheitswirtschaft tragen überdurchschnittlich zum BIP des Bundeslandes bei. Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaft besteht fast ausschließlich aus kleinen und mittleren Unternehmen. Das Land hat nicht nur die geringste Industriedichte der Flächenländer in Deutschland, sondern auch die kleinsten Betriebe - 91 Prozent der Betriebe haben weniger als zehn Beschäftigte.

 Zentren von Innovation und Entwicklung sind die Forschungseinrichtungen und Hochschulen des Landes. Sie arbeiten Hand in Hand mit Wirtschaftsunternehmen, die Schlüsseltechnologien zur Produktionsreife bringen. Initiativen wie BioCon Valley oder Scan Balt tragen zum interdisziplinären Austausch bei und öffnen neue Märkte für dynamische Zukunftsbranchen wie Biotechnologie und Medizintechnik, Umwelttechnologie oder maritime Technologie. Hightech-Unternehmen finden im Land hochqualifiziertes Personal. Allein im Bereich Life Sciences studieren an den Hochschulen des Landes derzeit rund 10.000 junge Menschen.

Bevölkerungsentwicklung:

Gegenüber dem 3.10.1990 hat sich die Bevölkerung in Mecklenburg-Vorpommern um 15 Prozent bzw. 290 Tausend Personen verringert. Das sind fast so viel Einwohner, wie die Hansestadt Rostock und die Landeshauptstadt Schwerin am 30.9.2010 zusammen an Einwohnern zählten.. Ende 2010 lebten in Mecklenburg-Vorpommern 1 642,2 Tausend Einwohner. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Bevölkerungsstand um weitere 9.000 Personen oder 0,5 Prozent verringert. Damit fiel der Bevölkerungsrückgang geringer als im Vorjahr aus. Er resultiert für das Land insgesamt sowohl aus Wanderungsverlusten als auch aus dem Gestorbenenüberschuss.

 

 

 

Der Wanderungsverlust, der Saldo aus Zu- und Fortzügen, verringerte sich im Jahr 2010 deutlich auf 3.630 Personen (2008: - 10 612 Personen), Die höchsten Wanderungsverluste waren bei den 20- bis unter 25-Jährigen mit 2 030 Personen und den 25- bis unter 30-Jährigen mit 1 934 Personen zu verzeichnen. Bis 30.9.2010 waren in den Landkreisen Uecker-Randow, Demmin, Rügen und Güstrow die stärksten Bevölkerungsrückgänge seit 1990 zu verzeichnen.

 Der Rückgang der Zahl Lebendgeborener, die selektive Abwanderung insbesondere junger Menschen und der Anstieg der Lebenserwartung führen dazu, dass Mecklenburg-Vorpommern besonders stark vom demografischen Wandel und der damit einhergehenden Alterung der Bevölkerung betroffen ist. Seit 1990 hat sich das Durchschnittsalter der Bevölkerung um 9,3 Jahre erhöht. Mit einem Durchschnittsalter von 35,4 Jahren hatte Mecklenburg-Vorpommern 1990 noch die jüngste Bevölkerung Deutschlands. 2008 war die Bevölkerung nur in den anderen neuen Ländern im Durchschnittsalter älter als die in Mecklenburg-Vorpommern.

Entwicklung der Schülerzahlen:
 

Im Schuljahr 2010/2011 besuchen nach vorläufigen Angaben 129.529 Schülerinnen und Schüler eine der insgesamt 574 allgemein bildenden Schulen. Erstmals seit 16 Jahren ist die Zahl der Schüler nicht weiter zurückgegangen, sondern um 1,6 Prozent angestiegen.

 In diesem Jahr (2011) haben 9.452 Jugendliche die allgemein bildenden Schulen verlassen, so wenige wie noch nie. Insgesamt 3 092 Schülerinnen und Schüler erlangten die allgemeine Hochschulreife. 3.676 Jugendliche, rund 40 Prozent der Absolventen, beendeten die Schule mit der Mittleren Reife. Damit verringerte sich die Zahl der potentiellen Auszubildenden gegenüber 2010 um weitere 5 Prozent.

Berufsausbildung:

Bei der Wahl der Ausbildungsberufe ist eine unverändert hohe Konzentration auf wenige Berufe festzustellen. Dabei gibt es deutliche geschlechtsspezifische Unterschiede, die sich über die Jahre kaum verändert haben. Weibliche Auszubildende waren 2010 wiederum am stärksten im Dienstleistungssektor vertreten, während männliche Azubis vorrangig Fertigungsberufe wählten. So stand eine Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker bei den jungen Männern besonders hoch im Kurs, gefolgt von Koch und Kaufmann im Einzelhandel, Mechatroniker und Metallbauer.

 Demgegenüber war bei den jungen Frauen die Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel besonders gefragt, gefolgt von den Berufen Bürokauffrau, Verkäuferin und Hotelfachfrau.

Studium:
Zum Wintersemester 2010/11 sind an den Hochschulen Mecklenburg-Vorpommerns vorläufigen Angaben des Statistischen Amtes zufolge 39 608 angehende Akademiker eingeschrieben, 2 Prozent mehr als im Wintersemester vergangenen Jahres. Die Zahl der Studierenden in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt erreicht damit einen neuen Höchststand, aber es rücken deutlich weniger Studienanfänger als im Vorjahr nach.

Im Oktober 2010 haben 6 494 junge Frauen und Männer erstmals ein Studium an einer Universität oder Fachhochschule aufgenommen. Damit sank die Zahl der Studienanfänger an den Hochschulen Mecklenburg-Vorpommerns gegenüber dem Wintersemester 2009, auch wegen rückläufiger Abiturientenzahlen, um 10 Prozent (‑754 Studierende).

Quelle: 
Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern, Pressemeldungen und „Mecklenburg-Vorpommern im Spiegel der Statistik, Ausgabe 2011“
Bundesagentur für Arbeit. Presse Info 002 vom 04.01.2011

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Schulverordnung

Regelungen zur Schulfreistellung und Versicherung am Girls'Day

Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur befürwortet die Teilnahme der Schülerinnen am Girls'Day.


Entwicklung des Girls'Day in Mecklenburg-Vorpommern

Motor des Girls'Day in den Jahren 2001 und 2002 war das Kompetenzzentrum "Frauen für Naturwissenschaft und Technik" der Hochschulen des Landes. Seit November 2002 werden im Rahmen des Arbeitsmarkt- und Strukturentwicklungsprogramms (ASP) Projekte gefördert, die die landesweite Koordinierung dieses Aktionstages einschließen. Träger dieser Projekte ist das Bildungswerk der Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommern e.V., initiiert wurden sie von den Sozialpartnern Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e.V. und DGB Bezirk Nord.


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