Linda ist 17 Jahre alt und macht seit 2009 eine Ausbildung bei der Robert Bosch GmbH als Mechatronikerin. 2007 hat sie bei Bosch am Girls’Day teilgenommen und sich war danach in ihrer Berufsentscheidung bestärkt. Linda hofft, dass sich in Zukunft mehr Mädchen für einen technischen oder handwerklichen Beruf entscheiden.
Wie alt bist du? Welchen Schulabschluss hast du?
Ich bin 17 Jahre alt und habe die Schule mit der Mittleren Reife abgeschlossen.
Wie oft hast du am Girls’Day teilgenommen? In welchen Jahren genau?
Ich habe einmal im Jahr 2007 am Girls’Day teilgenommen.
Seit wann arbeitest du im Betrieb? In welcher Ausbildung genau?
Ich bin seit 2009 als Auszubildende zur Mechatronikerin bei Bosch.
Wie bist du auf den Girls’Day aufmerksam geworden?
Meine Lehrerin hat uns darauf aufmerksam gemacht und dann habe ich mich angemeldet. Ich war bei Bosch, wo ich jetzt auch meine Ausbildung mache.
Warum hast du dich für diesen Girls’Day-Platz entschieden?
Bosch ist das Unternehmen bei mir in der Nähe. Außerdem arbeiten viele Bekannte und Verwandte dort, die viel Gutes über das Unternehmen und die Arbeit erzählt haben.
Haben sich für den besuchten Betrieb viele Mädchen interessiert, waren viele da?
Am Girls’Day waren viele Mädchen bei Bosch. Leider haben nicht viele eine Ausbildung danach angefangen.
Wie war dein Girls’Day?
Ich fand die Veranstaltung sehr interessant. Uns wurde zuerst die Firma gezeigt und danach haben wir einige praktische Übungen gemacht. Wir haben beispielsweise einen Handyständer gebaut.
Wie findest du den Girls’Day?
Der Girls’Day hilft bei der Entscheidung für den späteren Beruf.
Was hat dich auf die Idee gebracht, dich für die Ausbildung zu entscheiden?
Ich war schon immer eher handwerklich interessiert und daher kam für mich eigentlich nur dieser Beruf in Frage. An meinem Beruf gefällt mir, dass man sich dabei auch körperlich betätigt. Es besteht immer die Möglichkeit, sich in diesem Bereich weiterzuentwickeln.
Hast du Unterstützung von anderen bei deiner Wahl erfahren? Gab es kritische Stimmen?
Ich bin sehr stark von meinen Eltern unterstützt worden. Natürlich gab es auch Kritiker, die mir das nicht zugetraut haben.
Wie lief deine Bewerbung ab? War es durch den Girls’Day einfacher?
Nein, bei meiner Bewerbung an sich hat der Girls’Day keine große Rolle gespielt. Ich wurde nicht anders behandelt. Dennoch war es der Girls’Day, der mir einen Einblick in den Beruf gegeben hat. So wurde meine Entscheidung nochmals bestätigt.
Hast du dich auf mehrere Stellen beworben? In welchen Bereichen?
Ich habe mich nur noch in einer anderen Firma beworben, dort aber als Industriemechanikerin.
Wie viele Azubis gibt es in deinem Betrieb? Wie viele davon sind Mädchen/junge Frauen? Arbeiten in deinem Betrieb vor allem Männer? Gibt es Vorteile, Nachteile?
Es arbeiten 180 Azubis hier. Davon sind 33 Mädchen bzw. junge Frauen. Vor- oder Nachteile gibt es dadurch keine.
Welche Voraussetzungen muss man nach deiner Einschätzung für den Beruf mitbringen?
Man sollte ein bisschen technisches Geschick und Mathematikkenntnisse aufweisen können.
Ist dein Beruf ein „Männerberuf“? Ist es schwierig(er) für ein Mädchen/eine junge Frau, in einem männerdominierten Beruf zu arbeiten?
Meiner Meinung nach ist es auf keinen Fall schwieriger.
Warum arbeiten nach deiner Einschätzung so wenige Mädchen/junge Frauen in technischen, informationstechnischen etc. Berufen?
Die meisten werden sich wohl nicht trauen, weil in diesem Bereich ja immer von „Männerberufen“ gesprochen wird.
Was muss sich deiner Meinung nach ändern, damit mehr Mädchen Berufe in Technik, Naturwissenschaften, IT und Handwerk wählen?
In der Schule sollten die Klassenlehrer/innen mit den Schüler/innen auf jeden Fall mehrere Firmenbesichtigungen machen, damit vor allem die Mädchen sehen, dass auch Frauen in solchen Berufen arbeiten können.
Welche Aktionen hältst du, z.B. in Schulen und Betrieben, für sinnvoll damit mehr junge Frauen einen Beruf in Technik oder Naturwissenschaften wählen?
Die Schulen könnten einige weibliche Azubis von bestimmten Firmen einladen, die dann über ihren Beruf berichten. So könnte man auch ein paar Ängste und/oder Vorurteile bei den Schülern und Schülerinnen abbauen.
Was wünschst du dir für die Zukunft?
Ich hoffe, dass vielleicht noch mehr Mädchen eine technische Berufsausbildung beginnen und sich mehr zutrauen. Für meine Ausbildung hoffe ich, dass sich alles so gut weiterentwickelt wie bisher.














