Girls'Day in der Autowerkstatt: Omnibusse, Parksensoren und Reifentest
Lena lernte am Girls'Day die Welt einer Mechatronikerin kennen. Bei den Stadtwerken Solingen konnte sie einen Tag lang in den Werkstätten
Am 23.04.09 war ich einen Tag bei den Stadtwerken Solingen (SWS). Dort habe ich einen Einblick in den Beruf „Mechatroniker/in“ bekommen. Als ich morgens ankam, ca. um 8.00 Uhr, hat Herr Aprath mich erst mal eingewiesen und mir alles gezeigt. Danach musste ich mir eine Arbeitshose anziehen (Arbeitskleidung ist Pflicht). Anschließend stellte mich Herr Aprath einem Auszubildenden vor, der sein erstes Jahr der Ausbildung hinter sich hatte. Mit ihm durfte ich dann den ganzen Tag „arbeiten“.
Als erstes hat er ein Auto vom Stellplatz in die riesige Werkstatt auf eine Hebebühne gefahren. Dort sollte er einen Parksensor einbauen. Also half ich ihm die Stoßstange hinten abzumontieren. Ich durfte alle Schrauben, die es dort an der Stoßstange gab abschrauben. Als dies gemacht war half ich ihm vier Löcher mit gleichem Abstand in die Stoßstange zu bohren. Nun folgten die Sensoren, die in diese vier Löcher eingebaut werden mussten. Das war eine ziemlich mühsame Arbeit. Nun war der Kofferraum dran. Wir mussten die ganze Verkleidung im Kofferraum abschrauben um den richtigen Platz für den Lautsprecher zu finden.
Um ca. 10:30 Uhr war Frühstückspause und die Auszubildenden haben mich mit in die Kantine zum Essen genommen. Die Arbeit ging um Punkt 10:45 Uhr weiter. Wir suchten immer noch den richtigen Platz für den Lautsprecher. Als dieser endlich gefunden war, mussten wir die ganze Verkleidung natürlich wieder ins Auto einbauen. Die Stoßstange durfte natürlich nicht fehlen und so befestigten wir sie wieder am Auto. Natürlich mussten wir noch die Kabel mit dem Lautsprecher verbinden. Dies hat ungefähr 2,5 Stunden gedauert und danach hatten wir eine Mittagspause von 30 Minuten.
Ich bin dann zusammen mit den anderen Auszubildenden in die Kantine zum Essen gegangen. Es gab Spinat mit Kartoffeln und Rührei. Da noch genügend Zeit in der Mittagspause war, hat Herr Aprath mich durch das Gelände geführt und ich durfte auf dem Dach eines O-Busses stehen. An diesem Morgen wurde ein ganz neuer Bus angeliefert, in den ich als erste Person einsteigen durfte.
Punkt 13:30 Uhr waren wir wieder in der Werkstatt und haben die restlichen Teile ans Auto montiert. Nun musste der Auszubildende zusammen mit mir das Auto, bzw. den Parksensor auf dem Testplatz testen. Er fuhr nahe an eine Hauswand heran. Doch der Parksensor tat es nicht! Also ist er wieder in die Werkstatt gefahren und musste fast den ganzen Kofferraum wieder umbauen, bis er den Lautsprecher gefunden hat. Er dachte es wäre ein Kabel oder was ähnliches nicht richtig befestigt gewesen, aber es war der On-und Off-Schalter der nicht eingeschaltet war. Also kam die nächste Testfahrt und diesmal hat der Parksensor funktioniert.
Zum Schluss durfte ich noch einen Einblick in die Reifenwerkstatt nehmen. Hier werden die Reifen ausgewuchtet und die Qualität getestet.
Und somit war der Tag bis 14:00 Uhr auch schon vorbei. Es hat mir dort alles super gefallen und ich hab noch erfahren, das dort ca. 53 Mitarbeiter beschäftigt sind und das der Betrieb auch ausbildet: Eine Ausbildung dauert 3,5 Jahre und man verdient dabei 400€-600€ pro Monat. Eine geregelte Arbeitszeit beträgt acht Stunden pro Tag (außer freitags da nur 7,5 Stunden). Man verdient dort als Angestellter 1600€ - 2400€. In der Werkstatt gibt es viele Bereiche z. B. KFZ-Mechatroniker/-in, Lackierer/-in, Elektriker/-in. Außerdem habe ich erfahren das ein Omnibus etwa 700.000 € kostet. In dem Betrieb werden hauptsächlich Busse und Autos repariert und gewartet.
Der Tag hat mir sehr gut gefallen und ich könnte mir gut vorstellen dort ein Praktikum zu absolvieren. Wenn es mir nach dem Praktikum immer noch so gut gefällt und es immer noch so interessant für mich ist, könnte ich mir vorstellen diesen Beruf zu erlernen.















