Argumente für den Girls'Day - Mädchen-Zukunftstag

Mädchen haben die besseren Schulabschlüsse und Noten

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Mädchen haben im Schnitt die besseren Schulabschlüsse und Noten. Die Schülerinnenanteile der Gymnasien und Realschulen in Deutschland liegen seit einigen Jahren über 50%. 32,6% der jungen Frauen verlassen die Schule mit der allgemeinen Hochschulreife, 40,7% mit dem Realabschluss (Statistisches Bundesamt).

  1. Schülerinnenanteil Schulformen [34,04 kB]

  1. Schulabschlüsse [30,54 kB]

Der Girls'Day bietet Unternehmen und Organisationen eine gute Gelegenheit, die Potentiale von Mädchen zu entdecken. Schülerinnen gewinnen Perspektiven für ihre beruflichen Möglichkeiten.


Die Anzahl der Absolventinnen in den Natur- und Ingenieurwissenschaften ist weiterhin sehr gering

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Der Frauenanteil unter den Hochschulabsolvent/ -innen in Deutschland liegt bei 46%. In den unterschiedlichen Fächerbereichen bestehen allerdings große Unterschiede. In Studiengängen wie Ingenieurwissenschaften oder Informatik sind Frauen deutlich unterrepräsentiert. Weiterhin bestehen starke Unterschiede in Bezug auf die Fächerwahl: Männer schreiben sich vorwiegend in Physik, Mathematik und Ingenieurwissenschaften ein, Frauen bevorzugen Sozial- und Gesundheitswissenschaften sowie Pädagogik. Bei den Promotionen bleiben die deutschen Frauen im OECD-Durchschnitt etwas zurück: nur 40,9 % der Promotionen werden von Frauen abgeschlossen (1999 - 33%) - das Ländermittel liegt bei 43 Prozent. Die Spitzenwerte werden in Italien (57%), Island (57%) und Portugal (52%) erreicht. (Quelle: OECD - "Education at a Glance 2007")

  1. Studienanfängerinnen und -anfänger in ausgewählten Fachbereichen [33,32 kB]

  1. Steigerungsrate Studienanfängerinnen in ausgewählten Fachbereichen 06-08 [36,85 kB]

Am Mädchen-Zukunftstag lernen Schülerinnen zukunftsweisende Studienfächer und innovative Branchen kennen und können diese in ihr Studienwahlspektrum einbeziehen.


Mädchen wählen aus einem stark eingeschränkten Berufswahlspektrum

Die 20 beliebtesten Ausbildungsberufe von Mädchen

Trotz der besseren Schulabschlüsse entscheiden sich Mädchen im Rahmen ihrer Ausbildungs- und Studienwahl noch immer überproportional häufig für "typisch weibliche" Berufsfelder oder Studienfächer. Mehr als die Hälfte der Mädchen wählt aus nur zehn verschiedenen Ausbildungsberufen im dualen System - kein einziger naturwissenschaftlich-technischer ist darunter. Mädchen und junge Frauen in Deutschland schöpfen ihre Berufsmöglichkeiten nicht voll aus; den Betrieben aber fehlt gerade in den technischen und techniknahen Bereichen zunehmend qualifizierter Nachwuchs.

  1. Die 20 am häufigsten gewählten Ausbildungsberufe von Frauen [36,90 kB]

  2. Die 10 am häufigsten gewählten Ausbildungsberufe von Frauen [31,20 kB]

Der Aktionstag ermöglicht Schülerinnen durch die wiederholte Teilnahme das Kennenlernen einer Vielfalt von Berufen, die möglicherweise sonst nicht in das Blickfeld der Mädchen gelangen würden. Die mehrjährige Teilnahme ermöglicht es ihnen, verschiedene Arbeitsfelder zu vergleichen.


Der Frauenanteil in Technikberufen ist eher gering

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41,5 Prozent beträgt der Anteil von Frauen in allen Ausbildungsberufen. In den technischen Berufen ist ihre Anzahl jedoch sehr gering. Zwar sind die Zahlen in den letzten Jahren leicht gestiegen, aber sie sind weiterhin spürbar niedrig: 2006 absolvierten lediglich 3,5 Prozent weibliche Azubis eine Berufsausbildung im Elektrikbereich und 2,2 Prozent in den Metallberufen

  1. Ausbildungsverträge nach Berufsgruppen [25,04 kB]

Der Girls'Day will durch praktische Einblicke in die technischen und naturwissenschaftlichen Berufsbereiche die Präsenz der Mädchen in diesen Berufen stärken und fördern.


Deutschland droht ein Fachkräftemangel
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In Zukunft muss mit einem Mangel an qualifizierten Fachkräften gerechnet werden. Besonders betroffen werden davon die Arbeitsbereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Ingenieurwesen. Die Zahl des fehlenden Fachpersonals in diesen Bereichen wird bis zum Jahr 2030 als steigend prognostiziert. Das Interesse an einem Studium im technischen Bereich nimmt bei den Studierenden jedoch wieder ab.

  1. Personalbedarf in Unternehmen [39,33 kB]

  2. Fachkräftemangel [24,24 kB]

Der Girls'Day bietet Mädchen und Unternehmen die Gelegenheit einander kennenzulernen und öffnet den Mädchen zukunftsträchtige Berufsfelder.


Zwischen den Geschlechtern bestehen große Lohnunterschiede. Vor allem in den "Frauenbranchen" werden Frauen schlechter bezahlt

In Deutschland bestehen große Lohndifferenzen zwischen den Geschlechtern: Frauen verdienen im Durchschnitt nur 80 Prozent des Stundenlohns von Männern. Zum Teil lässt sich der Unterschied dadurch erklären, dass Frauen nach wie vor selten höhere Positionen bekleiden: nur 16 Prozent der weiblichen Angestellten finden sich in dieser Leistungsgruppe, während der Anteil der männlichen hier bei 40 Prozent liegt. Als Fachkräfte sind nur 15 Prozent der weiblichen, jedoch 61 Prozent der männlichen Arbeiter tätig. Hinzu kommt, dass Frauen häufiger in Jobs ohne Tarifbindung arbeiten, längere Arbeitszeiten und geringere Aufstiegschancen haben: Frauen arbeiten zu knapp 46 Prozent in Betrieben mit Tarifbindung, Männer dagegen zu rund 54 Prozent.

In Deutschland bestehen große Lohndifferenzen zwischen den Geschlechtern. Der Lohnunterschied zwischen Mann und Frau liegt bei 21 Prozent; und das sind fünf Prozentpunkte mehr als im EU-Durchschnitt. Forschungsergebnisse zeigen, dass in den USA und Skandinavien fast keine geschlechtsspezifische Lohnunterschiede zu beobachten sind. Frauen werden nach wie vor in den "frauentypischen Berufen" geringer bezahlt.

  1. Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern in Branchen, Berufen und Betrieben
    (IAB Discussion Paper)
  2. Frauen nicht nur beim Gehalt im Nachteil (Hans Böckler Stiftung)

Der Girls'Day - Mädchen-Zukunftstag soll Teilnehmerinnen die Vielfalt an Berufen und auch die damit verbundenen Verdienstmöglichkeiten vor Augen führen.


Frauen in den Führungspositionen - Karrierechancen für Frauen sind deutlich geringer

Frauen haben es erheblich schwerer als Männer, beruflich Karriere zu machen: Die Männer sind doppelt so häufig wie Frauen in Führungspositionen vertreten, in den Spitzenpositionen sogar dreimal häufiger. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland mit 11 Prozent unter dem europäischen Durchschnitt von 14 Prozent, während in den USA mehr als 40 Prozent der Führungskräfte Frauen sind.

In den Aufsichtsräten der 200 größten deutschen Firmen finden sich gerade einmal 8% Frauen - über die Hälfte davon sind aufgrund von Mitbestimmungsregelungen dorthin gelangt. In den Vorstandsetagen sieht es noch dünner aus: in den 200 größten Unternehmen befinden sich dort 11 Frauen - umgerechnet etwa 1%. (Wochenbericht des DIW. Jg. 74. Nr. 7 Berlin. 2007. S. 89-93)

Ergebnisse des Mikrozensus 2004, Statistisches Bundesamt (pdf 1,3 MB)
http://www.destatis.de

Der Girls'Day soll auch dazu beitragen, den Beschäftigungsanteil von Frauen in den Führungspositionen anzuheben und zu steigern.


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