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Mich interessiert es, mit Technik Menschen helfen zu können

Frau sitzt vor einem Monitor

Anna Steenmann absolvierte in ihrer Schulzeit den Girls'Day bei Spectro Analytical Instruments und entschied sich daraufhin zu einer Ausbildung zur Physiklaborantin. Heute studiert sie Elektrotechnik auf Bachelor und macht sich beim VDE unter anderem für den Nachwuchs stark.

Girls'Day: Frau Steenmann, wo waren Sie am Girls'Day?
Anna Steenmann: Meinen Girls'Day habe ich bei Spectro Analytical Instruments verbracht.

Warum haben Sie sich für diesen Girls'Day-Platz entschieden?
Mein Vater hat dort gearbeitet und den Kontakt hergestellt. Damals war der Girls'Day noch ziemlich neu.

Welche Inhalte oder Tätigkeiten haben Sie am Girls'Day kennengelernt?
Wir waren mit drei Mädchen dort und haben einen groben Einblick in das Löten und generellen Schaltungsaufbau bekommen. Der am Ende gefertigte Batterietester konnte anzeigen, ob die Batterie verpolt war und wie voll diese war.

Was war für Sie am interessantesten?
Das Löten und Basteln war toll. Aber auch das Unternehmen gezeigt zu bekommen, was sehr interessant war und die riesige Fertigung zu sehen, sind mir in Erinnerung geblieben.

Wie finden Sie den Girls'Day?
Ich finde den Girls‘Day sehr gut. Ich konnte viele Fragen stellen und ohne Zwang herausfinden, ob ich so einen Beruf später ausüben möchte.

Was hat Sie auf die Idee gebracht, sich für den Studiengang Elektrotechnik zu entscheiden?
Mein Abitur habe ich nach der Realschule schon auf Technik ausgerichtet. Meine Leistungskurse waren Elektrotechnik und Mathe. Jedoch war auch die Begeisterung für Physik sehr groß. Also habe ich eine Ausbildung zur Physiklaborantin absolviert. Hierbei habe ich festgestellt, dass mir das Weiterbilden und Lernen Spaß macht und mich die Arbeit in meinem damaligen Betrieb nicht ausfüllt. So entschloss ich mich, zu studieren und auf mein Abitur das Studium in Elektrotechnik zu setzen.

Haben Sie sich schon vor dem Girls'Day für diesen Bereich interessiert? Und welche Rolle hat der Girls’Day für Ihre Studienwahl gespielt?
Mein technikbegeisterter Vater hat mich schnell ans Basteln und Fischertechnik geführt, jedoch hat der Einblick in die Industrie durch den Girls‘Day mir erst bewusst gemacht, dass ich mir vorstellen kann, später so einen Beruf auszuüben und auch Spaß daran zu haben.

Haben Sie ein konkretes Berufsziel vor Augen? In welchem Bereich möchten Sie gerne tätig sein?
Gerne würde ich in den Bereich der Medizintechnik, ob sich dieser Traum erfüllen wird, muss sich zeigen. Ich vertiefe mich gerade in Mikroelektronik und kann mir auch vorstellen dort in die Entwicklung zu gehen.

Was finden Sie an diesem so Beruf interessant?
Mich interessiert es, mit der Technik Menschen helfen zu können und deren Leben lebenswerter zu machen, zum Beispiel einen blinden Menschen durch einen Mikrochip wieder hell und dunkel sehen zu lassen.

Sie engagieren sich in Projekten wie bspw. den Tag der Technik. Wie wichtig ist Ihnen persönlich die Förderung von Mädchen und jungen Frauen in den MINT-Bereichen?
Generell ist mir die Förderung des Nachwuchses wichtig. Ich möchte den Schülerinnen und Schülern klar machen, dass die Arbeit später Spaß machen sollte! Schließlich übt man diese noch einige Jahre seines Lebens aus. Jedoch trauen Mädchen sich leider oft nicht an die Technik, deswegen finde ich den Girls'Day wichtig!

Welche Aktionen halten Sie, z.B. in Schulen und Betrieben, für sinnvoll damit mehr junge Frauen einen Beruf in Technik oder Naturwissenschaften wählen?
Ich hatte schon in der 7. Klasse Technik-Unterricht. Solche Projekte öfter zu anzubieten und zu fördern, finde ich wichtig. Auch wenn die Kinder sich danach entschließen, dass es ihnen keinen Spaß macht, ist dies eine wichtige Erfahrung für die Berufswahl!

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Für meine Zukunft wünsche ich mir, dass der Wunsch den ich Schülerinnen und Schülern vermitteln möchte, Spaß an der Arbeit zu haben, sich auch für mich erfüllt.

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