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Laura träumt von einem Auto mit ihrem Namen

Junge Frau berarbeitet ein Werkstück

Laura Kaunzner ist 16 Jahre alt und hat im September 2015 ihre Ausbildung zur Technischen Modellbauerin bei der Adam Opel AG in Rüsselsheim begonnen. Ohne den Girls’Day und die Idee ihres Vaters, bei dem Automobilhersteller reinzuschnuppern, hätte sie ihren zukünftigen Ausbildungsbetrieb nie kennengelernt.

Eigentlich hatte Laura Kaunzner aus Bischofsheim geplant, nach ihrem Realschulabschluss Bankkauffrau zu werden. Doch nach dem Girls’Day 2013, den Laura bei der Adam Opel AG in Rüsselsheim verbrachte, war alles anders.

Von Stieren aus Leder und dem ersten eigenen Designmodell

Die Idee, einmal bei Opel vorbeizuschauen, hatte Lauras Vater, der auf der Internetseite des Girls’Day auf das Angebot des Automobilherstellers stieß. „Ich hatte eigentlich vor, den Tag mit meinem Vater zu verbringen, er ist Kälte- und Klimatechniker“, erzählt Laura. „Aber das große Angebot von Opel hat mich dann doch neugieriger gemacht.“ In der Lehrwerkstatt lernte sie sämtliche Ausbildungsberufe des Automobilherstellers kennen und sammelte erste praktische Erfahrungen. Zum Beispiel, wie man einen Stier aus Leder zusammennietet oder Kunststoffmodelle herstellt. „Mir gefielen sofort die Atmosphäre, die netten Azubis und Ausbilder, und vor allem das Handwerk“, sagt Laura. Strahlend sei sie abends mit ihrem selbst hergestellten Modell eines Opel ADAM nach Hause gekommen und habe ihn stolz präsentiert, erzählt ihr Vater. Zuerst war Laura noch unsicher, ob sie die Bankkauffrau-Lehre tatsächlich gegen einen technischen Beruf eintauschen sollte. Ein dreiwöchiges Praktikum im Technischen Modellbau bei Opel Anfang 2014 brachte endgültige Sicherheit.

Praktikum wichtig für die Berufswahl

Zunächst lernte Laura mit CAD-Programmen am Computer zu zeichnen (CAD = Computer Aided Design), um dann später ihr erstes eigenes kleines Designmodell herzustellen. In der Metallabteilung bearbeitete sie einen Würfel aus Messing und übte den Umgang mit der Bohrmaschine. Ein Praktikum empfiehlt Laura auch allen anderen Mädchen, die gerne einen technischen Beruf ergreifen würden. „Wenn ihnen der Girls’Day gefallen hat, dann sollten sie dem Unternehmen zeigen, dass sie sich wirklich dafür interessieren und im Praktikum genau herausfinden, ob sie diesen Beruf auch wollen“, sagt die 16-Jährige.

An ihrem Ausbildungsbetrieb gefällt ihr, dass sie schon aufgrund der Größe des Unternehmens viele verschiedene Einblicke erhalten wird, und dass alle höflich und nett mit ihr umgehen. „Im Nachhinein war klar, dass ich einen handwerklichen Beruf ergreifen muss“, überlegt Laura. „Ich bastele auch zuhause gerne mit Fimo und habe sogar schon unser Auto nachgebaut. Deshalb finden meine Freundinnen meine Berufswahl auch nicht weiter erstaunlich.“ Die Liebe zum Detail und ihr gutes räumliches Vorstellungsvermögen werden ihr nun bei ihrer dreieinhalbjährigen Ausbildung helfen. Lauras Traum ist es, eines Tages im Design zu arbeiten und vielleicht einmal ein Auto zu entwerfen, das nach ihr benannt wird.

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