Ein Tag als Forscherin im Max-Planck-Institut

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Am Girls'Day hat Saskia wiederholt ihre Chance genutzt und am Max-Planck-Instsitut für Bioanorganische Chemie einen Tag lang viel über Chemie gelernt. Es wurden einige spektakuläre Experimente gezeigt und Saskia durfte am Ende auch selbst im Labor stehen, um zu Forschen.

Mein Name ist Saskia, ich bin 11 Jahre alt und besuche die 7. Klasse. In diesem Jahr habe ich bereits zum dritten Mal den Girls-Day im Max-Planck-Institut für Bioanorganische Chemie in Mülheim verbracht. Wie ihr euch vielleicht denken könnt, interessiere ich mich sehr für Chemie.

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Nachdem ich im ersten Jahr an der Veranstaltung "Chemische Versuche: Sichtbar/Unsichtbar" teilgenommen habe und im zweiten Jahr in der Glasbläserei war, entschied ich mich dieses Jahr für "Bakterien – eine lebendige kleine Welt". Hier ist ein Bild aus 2009. Leider konnte ich in diesem Jahr keine Fotos machen.

Mein Girls'Day begann um 8:30 Uhr mit einem Vortrag über die Max-Planck-Institute, ihre Arbeit und ihre Ziele. Wir waren eine Gruppe von 25 Mädchen, von denen ich (wie immer) die Jüngste war. Diesen Vortrag genauso wie den Referenten Herrn Dr. Klotzbücher kannte ich schon aus den vergangenen Jahren.

Im Anschluss begann unsere gemeinsame Führung durch den biochemischen Trakt des Instituts. Wir starteten mit einem Rundgang durch die Bibliothek, in der man ca. 30.000 fachliterarische Bücher zu den Themen Strahlenchemie, Strahlenbiologie, Photochemie, Photobiologie und Photophysik finden kann. Anschließend besichtigten wir einen Raum, in dem Versuche mit Laserstrahlen durchgeführt wurden. Natürlich waren die Laser abgeschaltet, sonst wären wir alle erblindet.

Als nächstes zeigte uns Dr. Klotzbücher ein interessantes Experiment mit einem Apparat, in dem sich ein riesiger Magnet befand: Er legte zuerst zu seiner Sicherheit alle metallischen Gegenstände ab, um sich dann in den Arbeitsbereich des Magneten zu begeben. Dort zog er vier Münzen aus der Tasche und hängte sie wie eine Kette aneinander – unglaublich! Sobald er sie losließ, wurden sie im Flug vom Magneten angezogen. Sobald er den magnetischen Bereich verlassen hatte, fielen die Münzen runter.

Unsere nächste Station war das biochemische Bakterienlabor, in dem wir uns nicht lange aufhielten, das aber in diesem Jahr meine Station war. Deshalb später mehr davon.
Am Ende der Führung kam das Beste! Jede von uns bekam ein selbstgemachtes, stickstoffgekühltes Stracciatellaeis. An dieser Stelle musste ich mich von Dr. Klotzbücher verabschieden, weil er nun die Führung der nächsten Gruppe übernahm.

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Jetzt wurden wir auf unsere Stationen aufgeteilt und bekamen eine Mitarbeiterin an unsere Seite, die uns von nun an begleitete.
Dort wurden wir drei Versuchen zugewiesen. Zuerst bekam ich die Aufgabe, ein Magnesiumstäbchen in einer Flamme zu erhitzen und dann mit Säure abzukühlen. Im Anschluss bestrich ich die Spitze mit verschiedenen Pulvern (zum Beispiel Kupfersulfat oder Lithium). Danach hielt ich das Stäbchen über eine offene Flamme, je nach Stoff änderte die Flamme ihre Farbe, was auf die Elektronen zurückzuführen ist.
Die nächste Station war das Mikroskop. Ich sah mir verschiedene Insekten und Pflanzen aus nächster Nähe an und lernte mit dem Mikroskop umzugehen.

Zuletzt durfte ich von verschiedenen Stoffen den pH-Wert ermitteln, zum Beispiel von Essig, Waschmittel, Cola und Kaffee. Es war spannend zu sehen, welche Stoffe hautverträglich sind und welche nicht. Mit diesem Experiment ging ein spannender Vormittag zu Ende und ich verabschiedete mich von meiner Betreuerin.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen (besonders bei Dr. Klotzbücher) bedanken, die es möglich gemacht haben, dass ich nun schon zum dritten Mal beim Girls'Day des Max-Planck-Instituts dabei sein durfte, obwohl ich erst elf Jahre alt bin.

Gerne bin ich im nächsten Jahr wieder dabei!

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