Ein Tag bei der Polizei

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Katrin hat am Girls'Day die Arbeit der Polizei unter die Lupe genommen.Sie hat gelernt, was eine Polizistin machen muss und wie die Ausbildung aussieht. Sie hat die Leitstelle besucht, gelernt wie man Fingerabdrücke nimmt und wie die Polizeihunde ausgebildet werden. All das und noch vieles mehr hat Katrin in einer Website zusammengestellt und einen ausführlichen Bericht geschrieben. Hier geht's zur Website.

Unser Tag bei der Polizei Gütersloh begann um 8:30 Uhr am Kreishaus an der Herzebrocker Straße 142. Als wir an unserem Ziel ankamen, waren schon mehrere der heutigen Teilnehmerinnen da. Wir warteten noch eine kurze Zeit und gingen dann schon in Richtung Eingang. Dort wurden wir von unserer Betreuerin Corinna Koptik freundlich begrüßt. Dann ging unsere Reise auch schon los. Zuerst war das Gewahrsam dran. Hier werden Personen so lange festgehalten, bis sie dem Haftrichter vorgeführt werden. Oder Obdachlose, Betrunkene, die im Winter sonst auf der Parkbank erfrieren würden. Die Zellen enthalten nur eine Toilette und ein Bett mit einer Matratze, damit die Verhafteten auch nichts kaputt machen können. An den Fenstern befinden sich keine Griffe, damit kein Suizid-Versuch gestartet werden kann. Die Türen sind mehrmals gesichert, dazu gibt es dann noch ein Guckloch, damit die Polizisten nicht immer die Tür öffnen müssen um nach dem Rechten zu gucken.

Nach dem Gewahrsam ging es in die Leitstelle ein paar Stockwerke höher. Hier gehen alle Anrufe von den Leuten ein, die direkt in der Gütersloher Zentrale anrufen oder im Gütersloher Bereich die 110 wählen. Die Zentrale ist mit der Feuerwehr und anderen Polizeizentralen im Umfeld verbunden. Daher ist es egal, ob man bei einem Unfall zuerst die Feuerwehr oder die Polizei anruft, da diese den Anruf jeweils an die anderen Zentralen weiterleitet. Als wir am Donnerstag Morgen da waren, war noch nicht viel los, daher waren nicht alle Plätze besetzt.

Dann kam die ca. 30-minütige Fahrt nach Schloß Holte-Stukenbrock zur Polizeischule (Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei Nordrhein-Westfalen). Hier wurden alle Mädchen und auch ein paar Jungs aus Gütersloh, Herford und Paderborn begrüßt. Wir haben erfahren, was die Polizeischule früher war und wie sie sich entwickelt hat. Danach haben wir einen ca. 25-minütigen Film über die 3-jährige Ausbildung einer jungen Frau und eines Mannes gesehen. In dem Film wurden die beiden vom Anfang der Ausbildung bis zum 1.Stern begleitet.

Nach dem Gruppenfoto wurden wir in 2 Gruppen eingeteilt, die einen gingen zurück in die Aula zu einem Vortrag zum Thema Polizeihunde, die anderen, also wir, gingen in das "Kriminalbüro". Dort lernten wir welche verschiedenen Fingerabdrucktypen es gibt, wie man mit welchen Pinseln (Marabu-, Feehaar-, Zephyrpinsel) Fingerabdrücke nimmt und wie man anderen Personen Fingerabdrücke abnimmt. Dies durften wir dann auch alles selber ausprobieren. Danach haben wir mit der anderen Gruppe getauscht und uns wurde die Ausbildung der Polizeihunde, vom Aussuchen des Hundes bis zur Rente erklärt. Nach dem Vortag konnten wir dann wieder nach draußen. Dort warteten nämlich schon zwei 11 Wochen alte Welpen, die zu Polizeihunden ausgebildet werden. Nach ein paar Fotos ging es dann zu einer weiteren Wiese, auf der eine schon ausgebildete Polizeihündin auf uns wartete. Sie sollte 3 Tropfen verschiedener Brandmittel auf der Wiese ausfindig machen. Nach jedem gefundenen Tropfen konnte sie mit dem Spielzeug als Belohnung spielen. Während der Vorstellung konnten wir Fragen zu den Polizeihunden stellen. Wir haben z.B. erfahren, dass die Hunde auch nach deren "Rente" bei den Ausbildern bleiben. Nachdem alle Fragen geklärt waren, sind wir in die Kantine gegangen. Dort gab es Spaghetti Bolognese.

Aus zeitlichen Gründen musste nach dem Essen der Besuch der Schießanlage abgesagt werden, es ging dann direkt weiter zum Fahrsicherheitstraining. Die Trainer hatten mit Pylonen eine Strecke gekennzeichnet. Zwei Autos sollten eingesetzt werden. Wir haben uns in vierer Gruppen zusammengefunden. Jede Gruppe durfte einmal in jedem Auto mitfahre. Ein Auto machte aus 70 km/h eine Vollbremsung, danach noch Slalom und eine Bremsung auf einer nassen Oberfläche, um die Wirkung des ABS (Anitblockiersystem) deutlich zu machen. Dies haben wir 3 Runden gemacht. Die erste angeschnallt, die zweite ohne Sicherheitsgurt und die dritte wieder mit Gurt, damit wir nochmal einen Vergleich haben. Das zweite Auto ist währenddessen in der Mitte des Verkehrsübungsplatzes gefahren. Der Trainer ist Kurven und Achten gefahren. Dabei hat der rechte Heckreifen sehr gelitten und war nach einigen gefahrenen Runden kaputt.

Nachdem die gesamte Gütersloher Gruppe einmal in jedem Auto gefahren ist, sind wir wieder zurück nach Gütersloh gefahren. Dort haben wir dann noch einen Kugelschreiber, Schlüsselanhänger und Kaugummis bekommen und wurden von Corinna verabschiedet. Der Tag bei der Polizei hat allen Mädchen sehr gut gefallen. Uns hat der Tag bei der Polizei sehr gut gefallen, wir hatten die Chance den Beruf als Polizistin genauer kennenzulernen. Somit ist zu sagen, dass der Girls'Day allen zu empfehlen ist. Das war unser Girls‘Day bei der Polizei Gütersloh.

Eure Leonie und Katrin

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