Girls'Day am Dortmunder Flughafen
Denise hat am Girls'Day den Dortmunder Flughafen besucht. Sie hat die vielen verschiedenen Berufsfelder kennengelernt, die notwendig sind um den Betrieb hinter den Kulissen am Laufen zu halten. Was zum Beispiel macht ein Rampagent? Und was ist alles notwendig damit ein Flugzeug beladen wird und starten und landen kann? Wie wird für die Sicherheit gesorgt? Ein spannender Tag, von dem sie uns mit vielen Bildern berichtet!
Ich habe im Rahmen des Girls'Day am 14. April 2011 von 7.00 Uhr bis 13.00 Uhr mit meiner Schulfreundin den Dortmunder Flughafen (Dortmund Airport 21) besucht.Bevor wir in den
umfangreichen Arbeitsalltag meines Vaters, als geprüfter Flugzeugabfertiger, reinschnuppern konnten, bekamen wir Besucherausweise (im Tausch mit dem Personalausweis) und mussten durch die Sicherheitskontrolle. Nachdem wir in einem der Mitarbeiterräumen eine Warnweste bekommen haben, gingen wir auf das Vorfeld, wo wenig später die WIZZAIR aus Sofia gelandet war. Damit begann für uns die Arbeit im Bodenverkehrsdienst und wir erhielten einen Einblick in die Flugzeugabfertigung. Nachdem der Pilot die Bremse angezogen hatte, wurden Bremsklötze vor und hinter die Vorderräder des Airbusses gelegt, um ein Wegrollen zu verhindern.
Flugzeugabfertiger im Frühdienst
Nun wurden Stromzufuhr und sprachliche Pilotenverbindung angeschlossen und die Passagiere wurden langsam durch die vorher herangefahrene Treppe aus dem Flugzeug gelassen. Der Flugzeugtanker öffnete eine kleine Klappe unter der Tragfläche, um den Tankschlauch an den Stutzen anzuschließen, damit die gewünschte Menge Kerosin (Tankflüssigkeit) ins Flugzeug gelangte, musste er diese zuerst am Bedienfeld einstellen. Zeitgleich wurde das Gepäck über ein Förderband ent- und beladen. Wir durften sogar in den Laderaum für die Koffer und versuchten ein Gepäckstück, das 30 Kilogramm wog, zu verladen – was allerdings für uns aus körperlichen Gründen nicht möglich war.
Als der Tanker fertig war, stiegen neue Passagiere in das Flugzeug ein, die Treppen und die Bremsklötze wurden entfernt und der Flugzeugschlepper hob den Airbus an den Vorderreifen an, um ihn rückwärts von der Position zu schieben, damit er starten kann, da ein Flugzeug nicht selber rückwärts fahren kann.
Das ist allerdings nicht das einzige, was ein Flugzeugabfertiger, der im übrigen im Frühdienst um 4.15 Uhr anfängt und im Spätdienst um 13.30 Uhr, macht. Zu seinen Aufgaben gehören zum Beispiel auch noch die Grünpflege (Rasenmähen), sowie die Kfz-Reparaturen und der Winterdienst.
Berufsfeld Bodenverkehrsdienst
Der heutige Einblick in den Bodenverkehrsdienst hat uns aber auch gezeigt, dass es noch andere Berufe am Flughafen gibt, wie zum Beispiel den Rampagent (Verbindung zwischen Pilot und Bodenpersonal bzw. koordiniert den Flugablauf) oder den Passagedienst (Check-in und Boarding). Außerdem kann man eine Ausbildung als Reiseverkehrskauffrau/-mann machen.
Nach der Flugzeugabfertigung, haben wir eine kleine Tour mit einem Reisebus zur Start- und Ladebahn gemacht, wo der Tower die 1500 Lichter erleuchten ließ (die bunten Lichter verbrauchen übrigens in ca. 17 Stunden soviel Strom, wie ein Zweifamilienhaus im Jahr).
Zurück im Flughafengebäude erhielten wir einen Einblick in die Gepäckhalle, in der jeder einzelne Koffer noch mal durchleuchtet wird, bevor er von Mitarbeitern auf ein bestimmtes Laufband getan wird. Auf ausdrücklichen Wunsch meinerseits, besuchten wir den Flughafenfeuerwehrpanther (Löschfahrzeug), in dem wir mitfahren durften. Noch dazu hatten wir die einmalige Gelegenheit die Wasserwerfer zu betätigen. Zu Übungszwecken hat die Feuerwehr auch ausrangierte Autos.
Eine Fahrstunde im elektronischen Kofferwagen
In einer weiteren Halle schauten wir uns Winterfahrzeuge zum Säubern der Landebahn von Schnee und Enteisungsgeräte für Flugzeuge an. In einem Enteisungsgerät durften wir sogar mal mit hochfahren.
Außerdem wurde uns eine lustige Fahrstunde in einem elektrischen Kofferwagen erteilt, wobei wir nicht über ein Schild fahren sollten (was allerdings keiner von uns bestanden hat). Zum krönenden Abschluss durften wir uns auf die Kofferladezone eines Kofferwagens setzen und wir wurden um den Flughafen gefahren.
Ich fand den Tag am Flughafen in Dortmund sehr interessant und faszinierend. Dass soviel Arbeit hinter einem einzigen
Flug steckt, hätte ich nicht gedacht. Ich würde mir wünschen, dass der Flughafen weiterhin ausgebaut wird und er sicher und modern bleibt. Außerdem kann ich nur jedem empfehlen, mal einen Schnuppertag am Dortmund Airport 21 zu machen. Ich möchte mich hiermit auch rechtherzlich bei dem Flughafen bedanken.
















