Mein Girls'Day beim Stahlbau
Alexandra verbrachte ihren Girls'Day in einem Stahlbaubetrieb. Sie hat einen Einblick in den Betriebsalltag bekommen und konnte bei vielen Dingen selbst mit anpacken. Und weil es beim Stahlbau auch viele sehr schwere Dinge gibt, durfte sie sogar einen Kran steuern.
Als wir von unserer Klassenlehrerin den Flyer zum Girls'Day bekommen haben, waren meine Eltern und ich erst überrascht, dass die Teilnahme schon in der 5. Klasse möglich ist. Nachdem wir uns näher informiert hatten, stellten wir fest, dass für 11-Jährige wenig Angebote vorhanden waren. Also machten wir uns selbst auf die Suche. Weil mich technische Dinge sehr interessieren und ich gerne mit Lego-Technik baue, war ich froh einen Tag im Stahlbau mitarbeiten zu dürfen.
Mein Tag begann um 8.00 Uhr. Meine "Kollegen" hatten schon um 6:00 bzw. um 7:00 Uhr begonnen. Ich wurde für den Tag dem Meister zugeteilt, der mir als erstes wichtige Hinweise gab, z. B. dass ich auf keinen Fall unter einem beladenen Kran hergehen darf. Meine erste Aufgabe war das Ausbrennen von Stahlplatten, dafür bekam ich Arbeitshandschuhe. Sobald sich eine Stahlplatte abgelöst hatte und dadurch schräg stand, musste ich den Brennvorgang stoppen und der Meister konnte die ausgebrannte Platte herausnehmen. Das durfte ich leider nicht selber machen, weil die Teile noch zu heiß waren. Danach hatten wir alle gemeinsam unsere Frühstückspause. Um ca. 9 Uhr lieferte ein LKW neue Stahlbalken an. Nachdem diese abgeladen waren, durfte auch ich den Kran einmal steuern. Die Kräne in der Halle hatten eine Tragkraft von 2, 5 und 10 t. Der Kran draußen hatte – glaube ich – sogar 20 t.
Dann haben wir mit dem Gabelstapler eine Kiste auf ein Auto geladen und diese an den Kunden ausgeliefert. Nachdem wir zurück kamen habe ich bis zur Mittagspause um 13 Uhr weitere Teile ausgebrannt.
Natürlich musste die Maschine anschließend gesäubert werden. Mit einem Schraubschlüssel habe ich die Stahlreste abgeschlagen. Einen abgeschlagenen Klumpen durfte ich mit nach Hause nehmen und meine "Kollegen" meinten, dass die Maschine noch nie so sauber gewesen sei wie an diesem Tag (außer als sie ganz neu war!). Darauf bin ich auch ein wenig stolz.
Zum Abschluss haben wir noch 4 Winkel zur Verzinkerei gebracht. Hier werden die Materialien langsam in ein Becken mit flüssigem Zink getaucht. Das Zink hat dabei eine Temperatur von ca. 450 ° C.
Als wir gegen 16.00 Uhr zurückkamen war mein Arbeitstag beim Stahlbau Döring leider schon vorbei und ich verabschiedete mich noch schnell von meinen Kollegen. Der Tag hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich wäre am liebsten in den Osterferien direkt noch einmal dorthin gegangen.
















