Mehr als 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen am 3. Februar 2009 an der Girls'Day Regionalkonferenz Süd im Haus der Wirtschaft in Stuttgart teil. Mitveranstalter war das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg. Eingeladen waren Girls’Day-Aktive und Interessierte, vor allem aus dem Süden und Westen Deutschlands. In seiner Begrüßungsrede wies Günther Leßnerkraus, Leiter der Abteilung Innovation und Technologietransfer des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg, auf den bereits jetzt spürbaren Fachkräftemangel im MINT-Bereich hin. So erleide das Land Baden-Württemberg aufgrund dessen bereits jetzt einen Wertschöpfungsverlust von 3,5 Mio. € im Jahr. Er betonte, dass man es sich nicht leisten könne, auf das Potential der gut qualifizierten jungen Frauen im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu verzichten.
Dr. Franziska Schreyer vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg beleuchtete in ihrem Vortrag „Fachkräftemangel – eine Chance für Frauen?“ die aktuelle Situation von Frauen in ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen und Berufen. Sie stellte heraus, dass es auch auf ein Umdenken und Engagement der Wirtschaft ankommt, um hier einen Wandel herbeizuführen.
Betriebe und Institutionen, die mehrfach am Mädchen-Zukunftstag teilgenommen haben, führen vermehrt Maßnahmen durch, um mehr weibliche Auszubildende für technische Arbeitsfelder zu gewinnen. Die Teilnahme am Girls’Day scheint sich also direkt auf die Personalstrategie auszuwirken. Dies war ein Ergebnis der von Wenka Wentzel vorgestellten Girls'Day-Begleitforschung.
In der anschließenden Talkrunde diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Arbeitskreisen, Wissenschaft, Politik und Wirtschaft wie durch Qualität und Profilschärfung der Girls’Day – Mädchen-Zukunftstags nachhaltige Wirkung erzielt. Hiltraut Vieth vom Verein Furiosa aus Bietigheim-Bissingen stellte das Modell der „Girls’Day – Akademien“ vor, ein Projekt, dass in Kooperation mit Schulen durchgeführt wird und bei dem die Mädchen im Anschluss an den Aktionstag ein Jahr lang vertiefen können, was sie am Girls’Day erlebt haben. Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg stellt Mittel zur Verfügung, um landesweit die Gründung von Girls’Day-Akademien zu unterstützen.
Veranstalterinnen und Veranstalter, Aktive aus regionalen Arbeitskreisen und Lehrkräfte machten in den Workshops am Nachmittag deutlich, welche Rolle der bundesweite Aktionstag für die Berufsorientierung von Schülerinnen mittlerweile spielt und gaben ihre Erfahrungen weiter. Im Plenum wurden die Ergebnisse präsentiert.
Zum Abschluss berichteten drei junge Frauen, die durch den Girls'Day zu einer Ausbildung oder einem Studium im naturwissenschaftlichen oder technischen Bereich gekommen sind, sehr eindrucksvoll und lebhaft von ihren Werdegängen.
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Hier finden Sie die komplette Dokumentation der Konferenz
Dokumentation Stuttgart 09 [4,82 MB] |
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Vorträge
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Dr. Franziska Schreyer, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Nürnberg:
„Fachkräftemangel – eine Chance für Frauen?“
Vortrag Dr. Franziska Schreyer [241,28 kB] |
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Wenka Wentzel , Bundesweite Koordinierungsstelle Girls'Day - Mädchen-Zukunftstag: "Ergebnisse der Girls'Day-Begleitforschung" Vortrag Wenka Wentzel [201,40 kB]
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Programm der Konferenz:
Flyer Regionalkonferenz Süd [68,10 kB]















