Pressemitteilungen

28. April 2016

Girls'Day und Boys'Day zeigen Wirkung

Bielefeld, 28. April 2016. Für die heutigen Aktionstage Girls'Day – Mädchen-Zukunftstag und Boys'Day – Jungen-Zukunftstag stellen Unternehmen und Organisationen, Betriebe und Institutionen Plätze für insgesamt rund 130.000 Mädchen und Jungen zur Verfügung. Der Girls'Day und der Boys'Day fördern die Potenziale und Stärken junger Menschen und sind wichtig für die  Berufsorientierung junger Frauen und Männer. Das zeigt eine Befragung von Mädchen und Jungen kurz vor den Aktionstagen: "Ich finde es sehr gut, dass es den Girls'Day gibt, da es eine unfassbare Chance für uns Mädchen ist, die auch unsere spätere Berufswahl beeinflussen wird", erklärt ein Mädchen. Auch der Boys'Day ist für Jungen ein gute Gelegenheit, einen ersten Einblick in die Berufswelt zu gewinnen:  "Ich finde den Boys'Day eine super Sache. Da kann ich schon sehr gute Erfahrungen sammeln und die Zukunft überdenken."

Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka begleitete anlässlich des heutigen Girls'Day zehn Mädchen in die Spinnentierabteilung des Museums für Naturkunde in Berlin. Gemeinsam gingen sie der Frage nach "Was macht eine Konservatorin und warum arbeitet sie freiwillig in der Spinnenabteilung?". Konservatorin oder Konservator ist ein technischer Ausbildungsberuf, der wenig bekannt ist – ebenso wie andere Berufe an einem Forschungsmuseum. Das Museum gewährte heute auch Einblicke in das DNA-Labor und die DNA-Analyse oder die Präparationswerkstatt.

Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Ralf Kleindiek,  besuchte beide Aktionstage, die die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH) ausrichtete. Acht Mädchen bauten mit Staatssekretär Dr. Ralf Kleindiek Lego-Roboter und brachten die Mini-Maschinen dazu, selbstständig die Umgebung zu erkunden. Für die zwölf Jungen stand ein Babysitter-Diplom auf dem Programm: Die Schüler machten erste Erfahrungen in der Säuglingspflege, lernten diverse Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten kennen und erhielten so einen Einblick in die Aufgaben eines Erziehers und auch in die Rolle von Vätern.

Beide Aktionstage zeigen Wirkung – das belegen die Zahlen zur Berufs- und Studienwahl junger Frauen und Männer: Der Frauenanteil bei den Maler- und Lackiererinnen stieg von 2003-2014 von 8,1 auf 15 Prozent. Auch in den MINT-Studienfächern ist die Entwicklung positiv. Hier stieg der Anteil der Studienanfängerinnen von 18,6 Prozent im Jahr 2008 auf 31,3 Prozent im Wintersemester 2014/2015. Bei der Berufswahl der Jungen zeigen sich ebenfalls erste Erfolge. Im Ausbildungsberuf Erzieher beträgt der Männeranteil im Ausbildungsjahr 2014/15 18,3 Prozent im Vergleich zu 16,8 Prozent im Jahr 2012/13. Bei den Hauswirtschaftshelfern und -assistenten beträgt der Männeranteil im selben Zeitraum 16,9 Prozent (10,4 Prozent im Jahr 2012/13).

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