Girls’Day kurz erklärt – Fragen und Antworten
- Was ist eigentlich der Girls’Day?
- Warum gibt es einen Mädchen-Zukunftstag?
- Wie können sich Unternehmen und Organisationen am Girls’Day beteiligen?
- Was genau ist eine Girls’Day -Veranstaltung?
- Welche Berufsbereiche eignen sich für Aktionen am Girls’Day?
- Wie finden die Mädchen die Angebote?
- Bis wann können sich Mädchen beim Girls’Day anmelden?
- Sind die Girls’Day – Aktionen nur für Mädchen?
- Was passiert, wenn sich Jungen zu einer Girls’Day Veranstaltung anmelden?
- Was können die Jungen an diesem Tag tun?
- Wie sind die Mädchen am Girls’Day versichert?
- Was ist ein regionaler Girls’Day Arbeitskreis?
- Ich möchte einen regionalen Girls’Day – Arbeitskreis gründen
- Wer kann mir bei Fragen weiterhelfen?
- Mädchen-Hotline
- Wie erhalte ich Informationsmaterialien zum Girls’Day?
- Gibt es den Girls’Day nur in Deutschland?
- Seit wann gibt es den Girls’Day und wie hat er sich entwickelt?
- Wann findet der Girls’Day in den nächsten Jahren statt?
- Wie bekomme ich das aktuelle Logo des Girls’Day – Mädchen-Zukunftstags?
- Fotos vom Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag
- Girls’Day und das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz
Was ist eigentlich der Girls’Day?
An jedem vierten Donnerstag im April können Schülerinnen Einblick in Berufsfelder erhalten, die Mädchen im Prozess der Berufsorientierung nur selten in Betracht ziehen. In erster Linie bieten technische Unternehmen und Abteilungen, sowie Hochschulen, Forschungszentren und ähnliche Einrichtungen am Girls'Day Veranstaltungen für Mädchen an und tragen diese im Vorfeld auf der Aktionslandkarte unter www.girls-day.de ein. Anhand von praktischen Beispielen erleben die Teilnehmerinnen in Laboren, Büros und Werkstätten, wie interessant und spannend diese Arbeit sein kann.
Warum gibt es einen Mädchen-Zukunftstag?
Die junge Frauengeneration in Deutschland verfügt über eine besonders gute Schulbildung. Dennoch entscheiden sich Mädchen im Rahmen ihrer Ausbildungs- und Studienwahl noch immer überproportional häufig für "typisch weibliche" Berufsfelder oder Studienfächer. Damit schöpfen sie ihre Berufsmöglichkeiten nicht voll aus; den Betrieben aber fehlt gerade in technischen und techniknahen Bereichen zunehmend qualifizierter Nachwuchs.
Unter Daten und Fakten finden Sie Informationen zur Ausbildungssituation von Mädchen in Deutschland, sowie Argumente für einen Girls'Day.
Wie können sich Unternehmen und Organisationen am Girls’Day beteiligen?
Unternehmen und Organisationen tragen ihre Girls’Day Veranstaltung online auf der Aktionslandkarte ein.
Was genau ist eine Girls'Day-Veranstaltung?
Bei Girls'Day-Veranstaltungen lernen Mädchen ab der Klasse 5 Berufsbereiche aus Technik, Naturwissenschaften und IT oder weibliche Vorbilder in Führungspositionen aus Wirtschaft und Politik kennen. An diesem Tag erhalten Mädchen einen Einblick in diese oft unbekannten Bereiche und können erste Kontakte zur Arbeitswelt knüpfen. Die eigene Aktivität der Mädchen steht an diesem Tag im Vordergrund. Hier finden Sie Tipps und Ideen für die Gestaltung des Aktionstags.
Welche Berufsbereiche eignen sich für Aktionen am Girls’Day?
Am Girls’Day sollen den Schülerinnen ausschließlich Berufe vorgestellt werden, in denen Frauen bisher eher selten vertreten sind. Das sind insbesondere Berufe aus den Bereichen Technik, Naturwissenschaften, Handwerk und Informationstechnologie. Aber auch Bereiche wie Politik oder Frauen in Führungspositionen können vorgestellt werden. Es geht darum, Mädchen einen Einblick in die Berufe zu ermöglichen, die sie bei ihrer Berufswahl bisher eher selten in Betracht ziehen und in denen wenige Frauen vertreten sind.
Als Girls’Day-Veranstaltung werden daher nur Veranstaltungen in Berufen zugelassen, in denen der Frauenanteil aktuell unter 40 Prozent liegt. Genauere Informationen zu den Frauenanteilen der jeweiligen Berufe erhalten sie auf dem Portal der Bundesagentur für Arbeit berufenet.arbeitsagentur.de (Berufe im Spiegel der Statistik).
Wie finden die Mädchen die Angebote?
Mädchen suchen auf www.girls-day.de über Aktion suchen nach Angeboten in ihrer Nähe. Sie melden sich je nach Vorgabe online oder telefonisch für die Veranstaltung an.
Bis wann können sich Mädchen beim Girls’Day anmelden?
Mädchen können sich bis zum 25. April 2012, 12 Uhr mittags, über www.girls-day.de zu einer Veranstaltung anmelden.
Sind die Girls’Day – Aktionen nur für Mädchen?
Ja. Alle Veranstaltungen, die sich auf der bundesweiten Aktionslandkarte befinden, sind ausschließlich für Mädchen. Mädchen haben „unter sich“ eine andere Herangehensweise an Technik, sie haben weniger Berührungsängste und trauen sich mehr zu. Gerade in der Berufsorientierung in Bereichen, die üblicherweise keinen hohen Frauenanteil haben, hat sich diese Veranstaltungsform bewährt.
Was passiert, wenn sich Jungen zu einer Girls’Day Veranstaltung anmelden?
Sofern sich Jungen irrtümlich anmelden, werden diese Anmeldungen unmittelbar gelöscht und die Jungen werden per eMail automatisch darüber benachrichtigt.
Was können die Jungen an diesem Tag tun?
Für Jungen ab der 5. Klasse findet parallel zum Girls'Day der Boys’Day – Jungen-Zukunftstag statt. Bundesweit laden Einrichtungen, Organisationen, Schulen und Hochschulen sowie Unternehmen Schüler ab der 5. Klasse ein. Sie lernen an diesem Tag Dienstleistungsberufe z. B. in den Bereichen Erziehung, Soziales, Gesundheit und Pflege kennen sowie weitere Berufsfelder, in denen bislang wenige Männer arbeiten. Oder sie besuchen Angebote zu den Themen Lebensplanung und soziale Kompetenzen.
www.boys-day.de
Wie sind die Mädchen am Girls’Day versichert?
Sofern die Teilnahme am Girls’Day als Schulveranstaltung gewertet wird, sind die Mädchen über die Schule gesetzlich unfallversichert. Für alle Aktionen, die auf der Aktionslandkarte eingetragen sind, hat die Bundesweite Koordinierungsstelle eine subsidiäre Unfall- und Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Hier finden Sie detaillierte Informationen zur Versicherung für Unternehmen, Schulen, Eltern und Arbeitskreise.
Was ist ein regionaler Girls’Day Arbeitskreis?
Arbeitskreise sind regionale Netzwerke oder Kontaktstellen für die Vorbereitung des Girls'Day. Sie bieten allen Beteiligten Unterstützung vor Ort, vernetzen Unternehmen, Schulen und Schülerinnen und stehen für alle Fragen zur Verfügung. Oft koordinieren sie auch die Öffentlichkeitsarbeit vor Ort oder organisieren Angebote auch für Jungen an diesem Tag. Sie finden alle regionalen Arbeitskreise über die Arbeitskreiskarte.
Ich möchte einen regionalen Girls’Day – Arbeitskreis gründen
Haben Sie Interesse, selbst einen Girls’Day Arbeitskreis in Ihrer Region zu gründen?
Im Bereich Arbeitskreise finden Sie nähere Informationen.
Nehmen Sie Kontakt zu uns auf! Wir beraten Sie gerne! arbeitskreis@girls-day.de
Wer kann mir bei Fragen weiterhelfen?
Wenden Sie sich an einen regionalen Girls’Day-Arbeitskreis vor Ort. Die Kontaktdaten finden Sie auf der Arbeitkreiskarte.
Auch das Team der Bundesweiten Koordinierungsstelle des Girls’Day steht Ihnen für Fragen gerne per Mail oder telefonisch zur Verfügung. Sie erreichen uns per Mail unter
info
girls-day
de
oder telefonisch unter Tel: 0521 – 106 7357.
Mädchen-Hotline
Ab März 2012 ist die Mädchen-Hotline geschaltet und beantwortet alle Fragen zum Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag. Mo - Fr von 14-18 Uhr unter 0521 - 106 7354 .
Wie erhalte ich Informationsmaterialien zum Girls’Day?
Aktionsmaterialien, wie Plakate und Informationsbroschüren sind online über die Materialbestellung erhältlich. Im Downloadcenter finden Sie den Elternbrief in mehreren Sprachen, den Antrag auf Freistellung vom Unterricht sowie eine Teilnahmebestätigung zum Download als pdf.
Materialbestellung
Downloadcenter
Gibt es den Girls’Day nur in Deutschland?
Der Girls’Day – Mädchen-Zukunftsag ist Vorbild für ähnliche Aktionen in Europa: Mädchen-Zukunftstage nach deutschem Vorbild gibt es in Deutschland, Luxemburg, den Niederlanden und Österreich. In der Schweiz und in Liechtenstein werden Töchtertage veranstaltet. Grenzüberschreitende Aktionen am Mädchen-Zukunftstag wurden mit Österreich, Luxemburg, Belgien, dem Kosovo, Polen und Spanien organisiert.
Das gemeinsame Ziel: Mädchen sollen sich über die ganze Bandbreite ihrer Berufsmöglichkeiten informieren und jenseits traditioneller Rollenbilder ihre Berufsentscheidung treffen.
Seit wann gibt es den Girls’Day und wie hat er sich entwickelt?
2001 fand der erste Girls'Day – Mädchen-Zukunftstag in Deutschland statt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung, der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Initiative D21 starteten gemeinsam diese bundesweite Aktion. Von Beginn an wurde sie vom Kompetenzzentrum Frauen in Informationsgesellschaft und Technologie koordiniert. Erste Anstöße zum Girls'Day kamen aus den Frauen-Technik-Netzwerken, angeregt durch das Beispiel des ehemaligen amerikanischen "Take-Our-Daughters-To-Work-Day". Bereits seit 1993 besuchen Schülerinnen in den USA an diesem Tag den Arbeitsplatz ihrer Eltern oder Bekannten. Einzelne Firmen in Deutschland führten bereits einen solchen Tag nach dem amerikanischen Modell durch (Lucent Technologies, DESY u.a.) und sammelten erste gute Erfahrungen. Die Zeitschrift EMMA unterstützte das Konzept; ebenso wurde der Hamburger Töchtertag nach diesem Vorbild im Jahr 2001 initiiert.
...und woher kommt eigentlich der Name?
Der Name des Aktionstages wurde anhand einer kleinen Umfrage innerhalb der entsprechenden Zielgruppe (Mädchen im Alter von zehn bis 15 Jahren) in Schulklassen und Mädchen-Treffs gewählt. »Girls'Day« war der von den befragten Mädchen bevorzugte Name. Da die Bezeichnung auch in der deutschen Sprache das Ziel dieses bundesweiten Aktionstags ausdrücken soll, lautet der vollständige Name Girls'Day – Mädchen-Zukunftstag.
Wann findet der Girls’Day in den nächsten Jahren statt?
Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag ist immer am vierten Donnerstag im April.
Hier die nächsten Daten:
26. April 2012
25. April 2013
Wie bekomme ich das aktuelle Logo des Girls’Day – Mädchen-Zukunftstags?
Gerne können Sie unser Logo für die Bewerbung und Gestaltung Ihrer Girls’Day-Aktion verwenden. Auf Anfrage schicken wir Ihnen eine web- oder druckfähige Version zu. Bei der Veröffentlichung in Artikeln freuen wir uns über ein Belegexemplar. Schreiben Sie uns eine Mail an
info
girls-day
de
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Veranstalter erhalten einen Link zum Download einer „Wir sind dabei“-Grafik in der Bestätigungsmail nach dem Eintrag der Aktion. Diese kann für die eigene Website verwendet werden.
Fotos vom Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag
Im Bereich „Service“ steht Ihnen eine Auswahl an Fotos des vergangenen Girls’Days zur Verfügung. Diese Bilder können im Zusammenhang mit dem Girls’Day verwendet werden. Als Bildquelle geben Sie bitte „Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag“ bzw. "www.girls-day.de“ an.
Bereitstellung von Fotos für www.girls-day.de
Wir freuen uns über Fotos von Ihrem Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag, die wir auf unserer Website veröffentlichen dürfen. Bitte stellen Sie sicher, dass diese Fotos freigegeben sind. Eine Freigabeerklärung finden Sie im Downloadcenter. Schicken Sie Ihre Fotos mit einer Freigabeerklärung an
evaluation
girls-day
de
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Freigabe von Fotos
Sofern Sie Fotos von Mädchen bei Ihrer Girls’Day Veranstaltung machen, beachten Sie unbedingt die Grundsätze für die Veröffentlichung von Personenfotos.
Einzeldarstellung von Personen
Hier muss das Persönlichkeitsrecht gewahrt werden. Sie benötigen für die Veröffentlichung das Einverständnis der fotografierten Person und – sofern das Mädchen minderjährig ist – das Einverständnis der Eltern.
Schicken Sie den teilnehmenden Mädchen am besten im Vorhinein eine solche zu unterschreibende Einverständniserklärung zu. Als Vorlage können Sie gerne die Girls’Day Freigabeerklärung benutzen.
Darstellung von mehreren Personen am Girls’Day
Sofern auf dem Foto die Darstellung des Aktionstags und nicht die Darstellung der Person im Vordergrund steht, ist keine Freigabeerklärung notwendig. Dies ist der Fall, wenn z.B. eine Gruppe von Personen dargestellt ist.
Detaillierte Informationen zur Freigabe von Fotos erhalten Sie unter
www.irights.info
www.lehrer-online.de
Girls'Day und das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz
Einige Veranstalterinnen und Veranstalter sind unsicher, ob sie mit der Durchführung des Girls'Day im Betrieb gegen das neue allgemeine Gleichstellungsgesetz verstoßen. Dem ist jedoch nicht so. Der Mädchen-Zukunftstag ist im Rahmen des Gleichstellungsgesetzes eine geeignete und zulässige Maßnahme.
Hierzu die Stellungnahme der Antidiskriminierungsstelle des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ):
"In Umsetzung entsprechender Vorgaben der EU-Gleichbehandlungsrichtlinien, die wiederum auf Art. 141 Abs. 4 EG-Vertrag fußen, bestimmt § 5 Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz(AGG), dass eine unterschiedliche Behandlung von bestimmten Personen und Personengruppen zulässig ist, wenn durch die Maßnahme bestehende Nachteile tatsächlicher oder struktureller Art für die besonders geschützten Personen ausgeglichen werden sollen. Danach sind Fördermaßnahmen für Mädchen und Frauen in den Bereichen zulässig, in denen sie tatsächlich oder strukturell benachteiligt sind.Mädchen sind in Teilbereichen der Berufsausbildung strukturell benachteiligt. Maßnahmen wie der Girls Day sind verhältnismäßig und geeignet, diesen strukturellen Benachteiligungen entgegenzuwirken. § 5 AGG erlaubt Arbeitgebern, Allgemeinwohlinteressen oder spezielle Gruppeninteressen wahrzunehmen, ein Bezug zum Betrieb oder Unternehmen ist nicht erforderlich. Der Arbeitgeber muss auch kein betriebliches Interesse an einer Förderung von Mädchen darlegen. Es kommt auch nicht darauf an, ob diese Gruppe bereits im Betrieb vertreten ist oder nicht (Bauer/Göpfert/Krieger, Kommentar zum AGG, §5 Rn 7-9)."

















