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Brigitte Krause ist Diplom Volkswirtin, ihr Mann Rainer arbeitet als Bankkaufmann. Ihre 14-jährige Tochter hat 2009 den Girls’Day bei einem Unternehmen aus dem Bereich Sensortechnik verbracht. Hier konnte sie sich umfassend über den Bereich Automatisierungstechnik informieren.

Wie haben Sie zum ersten Mal vom Girls'Day – Mädchen-Zukunftstag gehört?

Zum einen haben wir über die Schule vom Girls’Day erfahren. Unsere Tochter brachte Info-Material mit nach Hause, das wir uns angesehen haben. Zum anderen haben wir in der Tageszeitung einen Bericht über den Girls’Day gelesen.

Welche neuen Erfahrungen haben Sie und natürlich Ihre Tochter durch den Girls’Day gemacht?

Wir haben großen Respekt vor den Verantwortlichen der Firma Balluff, die den Girls’Day so toll organisiert und durchgeführt haben. Insgesamt sind wir mit dem, was an diesem Tag angeboten wurde, sehr zufrieden. Unsere Tochter hatte die Gelegenheit, das "Innenleben" eines Unternehmens kennenzulernen – sie hat die Komplexität der Arbeitsabläufe erlebt. Auf einmal bekamen zunächst fremde Produkte einen Sinn bzw. eine Bedeutung für sie.

Auf welche Weise unterstützen Sie Ihre Tochter bei den Girls’Day-Vorbereitungen?

Wir haben sie ermuntert, am Girls’Day teilzunehmen. Darüber hinaus haben wir gemeinsam nach freien Plätzen bei verschiedenen Anbietern gesucht.

Wie wird der Girls’Day an der Schule ihre Tochter organisiert?

Die Schule hat auf den Girls’Day aufmerksam gemacht und Infos verteilt. Ansonsten haben die Kinder eine Unterrichtsbefreiung für diesen Tag erhalten.

Wie können Eltern ihre Tochter bei der Berufsorientierung – besonders in Technik, Naturwissenschaften, IT und Handwerk – am besten fördern?

Eltern können vor allem versuchen, das Interesse ihrer Kinder an diesen Bereichen zu wecken – sie einfach neugierig machen.

Was wünschen Sie sich dafür an Unterstützung?

Wir würden uns wünschen, dass die Unternehmen selbst eine offensivere Eigenwerbung betreiben. Sie sollten insbesondere Mädchen in Bezug auf eine mögliche Berufsausbildung bei ihnen aktiv bewerben.

Wie können Eltern ihrer Tochter helfen, sich gegen Klischees bei der Berufswahl zu wappnen?

Zunächst einmal muss bei den Mädchen das Interesse für ein bestimmtes Berufsbild geweckt werden. Dann kann man sich näher damit auseinandersetzen und Nutzen und Bedeutung dieses Berufs aufzeigen.

Warum sollte es Ihrer Meinung nach den Girls’Day geben?

Der Girls’Day hilft vor allem, auf überholte Rollenvorstellungen aufmerksam zu machen und ein nach wie vor verkrustetes Denken in „Männer- und Frauen-Berufe“ aufzubrechen.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft Ihrer Tochter?

Wir wünschen uns für unsere Tochter ein glückliches Händchen bei der Studien- und Berufswahl. Vor allem wünschen wir ihr, dass sie u.a. durch professionelle und engagierte Lehrer und Ausbilder eine gute, umfassende, als kurzweilig und spannend empfundene Ausbildung erhält. Darüber hinaus hoffen wir, dass sie die Möglichkeit bekommt, interessante Auslandserfahrungen zu machen und einen breiten Horizont entwickeln kann.

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