Kaiserslautern
Seit 2006 organisiert und koordiniert Martina Stein den Girls’Day Arbeitskreis Kaiserslautern gemeinsam mit dem Jugendzentrum Kaiserslautern, der Technischen Universität, der Fachhochschule, der Gleichstellungsbeauftragten sowie der Stadt Kaiserslautern.
Warum engagieren Sie sich für den Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag?
Der Girls‘ Day ist ein geeignetes Instrument, um Mädchen für technische und handwerkliche Berufe zu sensibilisieren. Gleichzeitig erhalten Firmen die Möglichkeit, eventuelle Vorurteile gegenüber weiblichen Beschäftigten abzubauen. Zusätzlich erschließen sich sowohl für die Mädchen als auch für die Firmen weitere Perspektiven bei der Berufswahl bzw. bei der Auswahl der Bewerber für eine Stelle.
Wie kam es zur Bildung Ihres Girls’Day-Arbeitskreises bzw. zu Ihrem Engagement als Kontaktstelle für den Girls’Day?
Der Girls‘Day-Arbeitskreis hat mich zwecks Organisation angesprochen, weil ich mich für die Wirtschaftsjunioren beim BOSS-Tag engagiert habe.
Was sehen Sie als Vorteil der Organisationsform als Arbeitskreis an?
Wir sind ein überschaubares Team, das seit einigen Jahren zusammenarbeitet. Deshalb sind die Abläufe jeder vertraut, wobei wir auch jederzeit für neue Mitglieder im Arbeitskreis offen sind.
Wie sind Sie bei der Planung, Vorbereitung und Durchführung des Girls’Day vorgegangen?
Zunächst einmal gibt es Vorbesprechungen im Oktober, ab Januar werden Informationen an die Schulen gegeben. Ab Februar kontaktieren wir die Firmen und ab März stellen wir die Angebote ins Girls‘Day-Portal. Abschließend veranstalten wir einen Dankeschön-Abend mit Feedbackrunde im Mai.
War der Tag für Sie erfolgreich? Hat sich Ihr Engagement gelohnt?
Jeder Girls‘ Day ist anders. Wir haben in den letzten Jahren unsere Organisation immer wieder modifiziert, um das Optimum zu erreichen. Jetzt sind wir übereingekommen, dass wir nach wie vor Firmen motivieren, am Girls‘ Day teilzunehmen und für die Firmen die Angebote ins Netz stellen, um deren Organisationsaufwand zu minimieren. Die Schülerinnen sollen sich dann die Angebote frei aussuchen. Leider passierte es dann, dass interessante Plätze nicht gebucht wurden.
Welche Probleme hatten Sie bei der Vorbereitung/Umsetzung zu überwinden? Was würde Ihre Arbeit erleichtern?
Es gibt sehr engagierte Lehrer/innen, aber es gibt auch das Gegenteil bis hin zu Schulen, die den Mädchen die Teilnahme am Girls‘Day untersagen. Der Girls‘ Day müsste stärker bei den Lehrenden ins Bewusstsein gerückt werden.
Teilweise konnten Firmen/Institutionen erst recht kurzfristig ihre Teilnahme am Girls‘Day zusagen, so dass wir die Angebote erst spät online stellen konnten. Zum Teil haben die Mädchen sehr spät gebucht, was für die Firmen eine erschwerte Planung bedeutet.
Der Termin am 3. Donnerstag im April ist aus meiner Sicht nicht ideal. Meistens hören in dieser Woche die Osterferien auf, so dass die Buchungen erst zum letztmöglichen Zeitpunkt – oder eben überhaupt nicht – erfolgen. Zudem berichten Firmen immer wieder, dass zu diesem Zeitpunkt ihre Azubis Prüfungen hätten.
Was würden Sie anderen Arbeitskreisen oder Aktiven, die einen Arbeitskreis gründen möchten, raten?
Ich würde ihnen raten, Kontakt zu Firmen immer über die persönliche Ansprache zu suchen. Die Wirtschaftsjunioren, die es in ganz Deutschland gibt, sind hier sicherlich immer ein guter Ansprechpartner um Firmenkontakte zu vermitteln, aber auch um Plätze bereitzustellen.
Auch der Kontakt zu Schulen sollte über die persönliche Ansprache erfolgen.
Möglichst viele in den Arbeitskreis einbinden, z.B. Universitäten, Handwerksammern, Berufsbildungszentren, Gleichstellungsbeauftragte etc.
Wie schätzen Sie die Bedeutung der Aktivitäten zum Girls’Day in Ihrer Region über das ganze Jahr hinweg ein?
Der Girls‘ Day ist erst dann präsent, wenn wir die Organisation aufnehmen, also frühestens ab Oktober des Vorjahres. Nach unserem Dankeschön-Abend ist der Girls‘Day aus der Öffentlichkeit leider nahezu verschwunden.
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Life e.V.
Almut Borggrefe arbeitet seit 2005 bei Life e.V. und ist seitdem zuständig für die Landeskoordination des Girls'Day in Berlin.
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Beate Stoff leitet seit 2003 den Girls’Day Arbeitskreis in Trier. Sie ist seit langem in der Mädchenarbeit tätig und koordiniert den Girls’Day über das Regionale Girls’Day-Aktionsbündnis Trier.
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Susanne Müller ist Gleichstellungsbeauftragte bei der Stadt Coburg. Von ihr wurde im Jahr 2003 der Arbeitskreis "Girls' Day - Stadt und Landkreis Coburg" ins Leben gerufen. Das Thema geschlechtsspezifische Berufsorientierung ist ihr ein wichtiges Anliegen.
Stadt Gütersloh
Agnes Bröckling-Kuron ist Dipl. Verwaltungswirtin und stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gütersloh. Als regionaler Girls'Day-Arbeitskreis koordiniert sie den Aktionstag in Gütersloh seit 2004.
Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf
Liane Borchert, Mitarbeiterin der Gleichstellungsbeauftragten, Sandra Brumm, EU-Beauftragte, und Snežana Sever, Gleichstellungsbeauftragte, engagieren sich für den Girls’Day. Sie sind Mitglieder im Arbeitskreis des Bezirksamts Marzahn-Hellersdorf von Berlin, der im Jahr 2005 gegründet wurde.






















