21. Dezember 2016 | Veröffentlichungen
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Frauenanteil im MINT-Bereich liegt bei über 30 Prozent

Der Frauenanteil unter den Studierenden in den MINT-Fächern steigt weiterhin. In der Fächergruppe Ingenieurwissenschaften liegt der Frauenanteil mittlerweile bei fast 25 Prozent. Gegenüber 2008 ist dies eine Steigerung um fast 3 Prozentpunkte. Die absoluten Zahlen machen deutlich, dass das Interesse junger Frauen an ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen stark gestiegen ist: Nahmen 2008 gerade mal 21.400 junge Frauen ein ingenieurwissenschaftliches Studium auf, so sind es 2015 bereits 60.000 und damit fast dreimal so viele.

30-Prozent-Marke geknackt

Im Fach Bauingenieurwesen liegt die Zahl der Studienanfängerinnen 2015 erstmals über der 30-Prozent-Marke und damit so hoch wie noch nie.

Auch im Studienbereich Informatik, der 2015 erstmals zur Fächergruppe Ingenieurwissenschaften gezählt wird, ist die Zahl der Studienanfängerinnen deutlich gestiegen und liegt 2015 bei 16.900 (2008: 6.400): Lag der prozentualer Anteil 2008 noch bei knapp 19 Prozent, so konnte dieser bis 2015 auf fast 25 Prozent gesteigert werden. Weniger deutlich fällt die Steigerung im Studiengang Maschinenbau/Verfahrenstechnik aus: Der prozentuale Anteil von knapp 19 Prozent Studentinnen im 1. Fachsemester in 2008 erhöhte sich auf 21 Prozent in 2015.

Wenn auch auf niedrigem Niveau, so lässt sich auch für den Bereich Elektrotechnik und Informationstechnik ein deutlicher Anstieg der Studienanfängerinnenzahlen erkennen: Starteten 2008 knapp 1.800 junge Frauen in diesem Studienbereich, so waren es 2015 immerhin schon mehr als 4.300. Entsprechend stieg der Anteil der Studienanfängerinnen von unter 10 Prozent (2008) auf immerhin mehr als 15 Prozent in 2015 und erreicht damit seinen bisherigen Höchstwert.

Komm, mach MINT

2008 startete auf Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung auch der Nationale Pakt für Frauen in MINT-Berufen "Komm, mach MINT." seine Arbeit, um mehr junge Frauen für ein Studium im MINT-Bereich zu ermutigen. Die Zahlen zeigen: Die Aktivitäten im Netzwerk von "Komm, mach MINT." und anderen Initiativen mit ähnlichen Zielsetzungen zeigen Erfolge. So stieg beispielsweise die Anzahl der Studienanfängerinnen in den MINT-Fächern seit 2008 um 84 Prozent auf 109.700 an und übertrifft damit die prozentuale Steigerung in der allgemeinen Studienneigung der Frauen, die im gleichen Zeitraum um 58 Prozent gestiegen ist, deutlich. Ausschließlich auf den MINT-Bereich bezogen heißt das, dass mittlerweile fast 32 Prozent aller Studienanfängerinnen und -anfänger Frauen sind.

Die Geschäftsstelle von "Komm, mach MINT." hat auf Grundlage von Daten des Statistischen Bundesamtes weitere detaillierte Daten und Fakten zur Entwicklung der Studienanfängerinnenzahlen und der Absolventinnenzahlen in den Fächergruppen Ingenieurwissenschaften und Mathematik/Naturwissenschaften sowie in ausgewählten MINT-Studiengängen erstellt und kommentiert. Aktuell arbeitet "Komm, mach MINT." mit den Daten und Zahlen des Statistischen Bundesamtes für das Studienjahr 2015, da es sich dabei um das aktuellste gesicherte Datenmaterial handelt.

www.komm-mach-mint.de

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